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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gut genug.

Ich habe es tatsächlich geschafft, meine Collagen, an denen ich neulich noch gewerkelt habe, fertig zu bekommen, gestern habe ich die letzten Stiche gemacht und die Fotos an Kathy geschickt. Sie sind nicht alle wirklich gut, aber es war ein guter Anreiz, um sich weiter intensiver mit dieser Technik auseinanderzusetzen.

Collage für Nóvember

Mein Mann hat wieder angefangen, von einem Stellenwechsel zu reden, und wenn der auch nicht in unmittelbarer Weise über uns hereinbrechen wird, so löst das doch immer wieder einen Aussortier-Reflex aus, weil es mir davor graust, alle die Dinge, die wir besitzen, wirklich komplett einpacken zu müssen! Dieses Gefühl ist diesmal noch verstärkt dadurch, dass ich in Australien bei meiner Freundin gesehen habe, mit wie wenig ‚Kram’ man auch leben kann, und so habe ich angefangen, auszusortieren. Eine ganze Kiste Bücher, die mit Quilten und Textil zu tun haben, werde ich in den nächsten Tagen auf booklooker.de anbieten (mein Profil läuft dort unter ‚book_book’).



Ich habe eine Ablehnung zweier Quilts bei der Ausschreibung von SAQA bekommen .... grummel ... aber auch schon die ersten Reaktionen auf das Jubiläums-Sonderangebot (gilt übrigens noch bis zum 9.1.2016!) Und Gedanken über die Jubiläumsfarbe, von denen die Neu-Abonnent-Innen und die bestehenden Abonnentinnen jeweils ein Stück bekommen werden, habe ich mir auch gemacht.

Als mein Sohn und ich Inventur für die Steuer gemacht haben, habe ich es fertiggebracht, mir mit einer der Rillen an einer der Plastikkisten zum Aufbewahren so blöd unter den großen Zehnagel zu hauen, dass ... Blut, am nächsten Tag Entzündung, jetzt sieht der Fuß so aus


und Schuhe anziehen ist etwas schwierig... Der Nagel ist noch dran, und weitere Details werde ich hier nicht ausbreiten, aber ich war doch sehr erleichtert, dass meine Wanderungen in Neuseeland hinter mir liegen, und nicht erst noch geplant sind! Mal sehen, wie lange sich das jetzt hinzieht. Gelegen kommt es mir natürlich nicht.

Und dann hatte ich mir noch vorgenommen, das Ende mit einem aufgeräumten Arbeitstisch zu beenden. Das war eine gewisse Herausforderung, und eine Zeitlang dachte ich, dieses Ziel könnte vielleicht nur erreicht werden, indem ich eine große Kiste hole und alles dareinschiebe, um dann aus dieser Kiste heraus schrittweise den Dingen einen Platz zuzuweisen. Aber obwohl der Tisch heute früh noch so aussah,


hat es dann noch einen erfreulichen Fortschritt gegeben, und mit dem jetzigen Zustand finde ich, dass der große Vorsatz gut genug erfüllt ist. (Vom Schreibtisch, der in einem anderen Zimmer steht, hatte ich ja nicht gesprochen!)



Während mein Sohn sich allmählich in den Silvesterabend kokelt


und schon genau herausgefunden hat, auf welchem Sender er wie oft ‚Dinner for One’ anschauen möchte, läuft das alte Jahr aus...


Ich wünsche allen, die dies lesen, alles Gute für 2016. Mögen sich alle Wünsche erfüllen, Probleme gar nicht erst einstellen und viele neue und interessante Möglichkeiten auftun!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Journal Quilts - und was daraus wurde

Als Mitglied der Quilter’s Guild of the BritishIsles habe ich mich dort für die Contemporary Group registrieren lassen. Die veranstaltet jährlich den Challenge der ‚Journal Quilts’ nach jeweils neuen Regeln, die Anfang Januar veröffentlicht werden. Es gibt Mitglieder, die diesen Brauch seit Jahren mitmachen, z.B. weiß ich, dass Margaret Ramsay seit vielen Jahren Journal Quilts macht. Gillian Travis hat hier über die Fertigstellung ihrer letzten zwei für dieses Jahr berichtet, und Margaret Cooter hat hier eine Übersicht über ihre Jahresproduktion gepostet. Andere Berichte sind sicherlich einfach zu ergoogeln.
Vor einem Jahr hatte ich beschlossen, mich ebenfalls an dem Durchlauf 2015 zu beteiligen. Regelmäßig nach Vorgaben zu arbeiten, die ich mir nicht selbst ausgedacht habe, halte ich für eine gute Übung und eine hervorragende Gelegenheit, seine eigene Komfortzone weiter auszudehnen.
Bei der Verkündigung der Maße – 6 mal 12 Inch, und man musste sich für das ganze Jahr festlegen auf Hoch- oder Querformat – war ich erstmal skeptisch. Dann habe ich mich für Hochformat entschieden, und zehn Tage später noch wieder auf Querformat umgemeldet, und der erste Quilt im Januar war zeitnah fertig und ich fand ihn auch gut gelungen. 

Der erste Journal Quilt 2015: Januar
Ich war zuversichtlich und habe mich drauf gefreut, weiterzumachen.
Dann traten die Flüchtlinge in mein Leben – Ende Januar war die erste Versammlung für unser ehrenamtliches Netzwerk – und es brach wesentlich mehr über mich herein, als ich mir vorgestellt hatte. Schwuppdiwupp war es Ende April, das letzte „Abgabedatum“ für die Fotos der Quilts aus den ersten drei Monaten stand vor der Tür, und ich hatte immer noch nur den einen fertig, und keine Ideen oder Zeit, mich innerhalb von wenigen Tagen zur Produktion von zwei weiteren zu bringen. Überhaupt wusste ich nicht, wo mir der Kopf stand, und wie das alles weitergehen sollte. Also habe ich mich von den Journal Quilts wieder abgemeldet.
(Das Engagement für die Flüchtlinge hat mich zu der Zeit leider auch die Mitgliedschaft in einer Artquiltgruppe gekostet, wo ich gerade erst angefangen, mich dann aber über einige Wochen nicht an den facebook-Diskussionen beteiligt hatte und in der Folge mit Vorwürfen konfrontiert wurde, denen ich mich in der Situation einfach nicht stellen konnte, weshalb ich aus der Gruppe wieder ausgetreten bin. Aber das ist eine andere Geschichte.)
Ein weiteres Projekt der regelmäßigen Arbeit, wieder eine Kollaboration mit Kathy Loomis, hat während des Jahres längere Zeit ebenfalls sehr gelitten. Als ich Ende November aus Neuseeland zurückkam, hatte ich die Arbeit für Juli noch nicht gemacht. Aber seitdem befinde ich mich in der Aufholjagd, und jetzt bin ich dabei, die letzten Stiche am November zu tätigen. 

Textilcollage, in Arbeit
Ich bin fest entschlossen, auch den Dezember vor Silvesterabend abzuschließen!


Und nun habe ich mir vorgenommen, einen weiteren Versuch zu starten. Noch einmal Journal Quilts – die Aufgabenstellung kommt im Januar. Und die öffentliche Ankündigung verpflichtet vielleicht auch ein bisschen – ich werde auf dem Blog darüber berichten.