Samstag, 15. September 2012

Ste. Marie-aux-Mines, Teil 3

Ein paar weitere Fotos von den Quilts, die ich eingepackt habe.

"Linienspiel XXIV: Tangle"

"Linienspiel XXV: Personality"

"Linienspiel XXVII"

"Linienspiel XXX"

Freitag, 14. September 2012

Ste. Marie-aux-Mines, Teil 2

Hier weitere Fotos von den Quilts, die ich für die Ausstellung in Ste. Marie-aux-Mines eingepackt habe.

"Linienspiel I"


"Linienspiel IV"


"Linienspiel VI"


"Linienspiel IX"

Donnerstag, 13. September 2012

Ste. Marie-aux-Mines

Für diejenigen, die es dieses Jahr nicht ins Elsass schaffen, zeige ich in den nächsten vier Tagen die Quilts, die ich eingepackt und mitgenommen habe. Da ich diese Posts im voraus hochgeladen habe, weiß ich nicht, welche nun tatsächlich hängen, und welche noch wegen Platzgründen aussortiert werden... (Ich bitte um Entschuldigung, dass manche einen schwarzen und manche einen weißen Hintergrund haben.)


"Purple Grid Variation"

"Zweiundvierzig"


"Shapes 1"

"Shapes 2"
"Shapes 3"


"Shapes 4"

Montag, 10. September 2012

Letzte Vorbereitungen


Gestern war ich noch mit meinen Stoffen in Erding auf der Patchworkmesse. Auf Ratschlag mehrerer Bekannter hatte ich dieses Mal einen eigenen Quilt an der hinteren Stellwand aufgehängt. 

Gestern mein Stand auf der Patchworkmesse in Erding,
vor dem Einlass der Besucher

Allerdings hatte ich ein wenig den Eindruck, dass die Leute ob der Bewunderung für diesen Quilt ein wenig dazu tendierten, die schönen Stoffe völlig zu übersehen.. Vielleicht hatte ich auch nicht wirklich die innere Ruhe weg, um zwei Tage vor der Abfahrt gelassen und entspannt hinter dem Stand zu stehen, wer weiß. Und wenn dann noch Kommentare kommen wie „handgefärbt? ach nee, das brauche ich nicht, das sieht immer aus wie ungebügelt!“, dann fragt man sich schon, was man da eigentlich soll. Allerdings gab es auch nette Momente, wenn Unbekannte einer zurufen „Ich verfolge Sie im Internet!“, oder zum Stand hinkommen und für die Blog-Einträge danken. Und eine neue Abonnentin ist dem „fabric club“ beigetreten, das ist doch immer eine gute Nachricht und erfreut. 
Im März bin ich jedenfalls wieder dabei – mal sehen, ob das Ergebnis dann wieder etwas besser wird.
Heute stand der Tag dann unter dem Zeichen der bevorstehenden morgigen Abfahrt. Um sicherzugehen, dass ich nichts vergesse, hatte ich mal wieder mein Notzibüchlein hervorgeholt, und als gegen Nachmittag die Liste zunehmend durchgestrichen war, war das eine Erleichterung.

Abgearbeitete Montags-Liste...
Glücklicherweise hatte mein Sohn einen Freund zu Besuch, so dass ich dann in aller Ruhe die letzten Quilts einrollen konnte.


Nochmal mit der Liste vergleichen - habe ich auch alle? Warum steht auf der Liste einer mehr, als ich Pakete vor mir liegen habe? Ach ja, einer ist ja schon dort, weil er das letzte Jahr mit dem Wettbewerb "Carrefour" gereist ist...


Anschließend blieb tatsächlich auch noch Zeit, Grußkarten zu verpacken. 



Für das Fotobuch, das ich noch hatte machen wollen, um es eventuell als „Kataolog auf Bestellung“ anzubieten, hatte es nicht mehr gereicht, weil die letzten Quilts dafür zu spät fertig und dann die Fotos entsprechend ebenfalls zu spät gemacht wurden. Aber wenn großes Interesse bestehen sollte, geht das ja auch noch nach Ende der Ausstellung.
Morgen früh wird das Auto gepackt, und dann geht es los!

Donnerstag, 6. September 2012

Erdinger Patchwork- und Textilmarkt

Auch dieses Jahr werde ich am 9. September wieder auf dem Erdinger Patchwork- und Textilmarkt mit einem Stand vertreten sein, wo Sie handgefärbte Stoffe kaufen können.

Bild vom letzten Jahr - diesmal wird der Stand etwas anders aussehen...

Sie finden mich am Stand F 24, nach dem Eingang der zweite Stand auf der linken Seite, vor dem Treppenaufgang.
Der Markt hat geöffnet von 10 bis 17 Uhr, bietet zahlreiche Verkaufsstände, Ausstellungen und kleine Workshops zum Mitmachen.
Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Montag, 3. September 2012

Was kommt danach?


Am vergangenen Dienstag schrieb Kathy Loomis einen Blog-Eintrag über „was kommt danach?“  Sie selbst hat mehrere Monate damit zugebracht, drei großformatige Quilts für Quilt National in den USA herzustellen, und außerdem beobachtet, wie ihre Freundin Margaret Cooter dabei war, ihre letzten Arbeiten für den Abschluss im Studiengang Buchkunst vorzubereiten. Während der letzten Stiche an ihren eigenen Quilts nun hat Kathy darüber sinniert, wie es denn nach der endgültigen Fertigstellung weitergehen solle.
Das betrifft ja viele Leute immer mal wieder, und dann kann es gut sein, dass man sich so fühlt:


Auch für mich trifft es in diesen Tagen zu: die langandauernde Anspannung, ob ich es wohl schaffen würde, rechtzeitig bis zur Abfahrt nach Ste. Marie-aux-Mines genügend Quilts fertigzustellen, um die geforderten laufenden Meter für die Ausstellung abdecken zu können, lässt allmählich nach. Es blieb noch ein kleines bisschen Zeit vor der Ausstellung, in der ich mich nochmal hätte richtig stressen können, aber es war nicht wirklich genug, um den einen weiteren Quilt der Serie „Shapes“, den ich mir noch vorgestellt hatte, bis zur Fertigstellung „durchzuziehen“. Weshalb ich mich entschlossen habe, ihn nicht mehr vorher anzufangen. Dazu bleibt dann auch nach Ste. Marie genug Zeit. Stattdessen habe ich mir Zeit genommen, mit meinem Sohn seine letzten Ferienwochen zu genießen, und noch paar Kleinigkeiten für das Elsass zu erledigen – Kartenpäckchen vorbereiten, kontrollieren, ob wirklich alle Quilts mit Titel versehen sind, die Leisten besorgen (obwohl ich in Ste. Marie-aux-Mines Leisten vom Veranstalter gestellt bekommen werde). Und ich habe 100m Luftpolsterfolie bestellt, in die die Quilts noch eingepackt werden sollen:


Eigentlich wäre ‚nach der Ausstellung’ auch eine ‚gute’ Gelegenheit, um in eine Art postnatale Depression zu verfallen. Allerdings habe ich auch ohne diesen nächsten Quilt der Serie Shapes etliche Projekte, die in der Zeit nach der Ausstellung auf mich warten, jetzt schon teilweise ‚liegengeblieben’ sind.
Erstens natürlich kommt die nächste Stoff-Abo-Lieferung, die ich nach Möglichkeit noch diese Woche zumindest teilweise färben möchte. Zweitens habe ich Ende September den Kurs „Musterfülle in allen Schwierigkeitsgraden“ (oder auch „Vom Hölzchen aufs Stöffchen“, siehe hier), für den noch ein paar Musterblöcke genäht werden müssen. Weiterhin habe ich im Frühjahr Aufträge bekommen, die ich damals mit der Bedingung „Fertigstellung nach der Ausstellung im Elsass“ angenommen habe. Außerdem bleiben noch etliche andere Aufgaben wie Aufräumen vieler liegengebliebener Dinge, Fotos sortieren, Gartenarbeit, und mir könnten auch noch etliche andere Sachen einfallen, die dann allerdings weniger mit dem Quilten zu tun haben. Ein echtes Loch dürfte es eigentlich nicht geben. Aber wer weiß, manchmal kommt es ja doch anders als man sich das selbst so vorstellt...

Samstag, 1. September 2012

Festival of Quilts: „Top Ten Trends in Art Quilts“


„Top Ten Trends in Art Quilts“ war der Titel des Vortrags von Martha Sielman (derzeitige Präsidentin von SAQA) beim Festival of Quilts in Birmingham, für den ich mich bereits im März angemeldet hatte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich zum Zeitpunkt des Vortrags die zweite Regionalvertreterin für die Region Europe/Middle East sein würde!
Martha hat anhand von Beispielen aus der Ausstellung „Masters 2“, die in Birmingham zu sehen war, und aus verschiedenen Bänden der von SAQA veröffentlichten Portfolio-Reihe anschaulich beschrieben, was sie, in ihrer wiederholt ausgeführten Funktion als Herausgeberin von Büchern über Quilt-Künstlerinnen, als die derzeit auffälligsten Trends im Bereich der Art Quilts wahrnimmt.
Nach dem Vortrag bin ich wirklich mit etwas anderer Wahrnehmung weiter durch die Ausstellungen in Birmingham gegangen, und sogar bei der Gruppe der Miniquilts sind mir ein paar der Trends aufgefallen.

Die Trends, die Martha Sielman beschrieben hat, sind die folgenden:
1. Die deutlich häufigere Verwendung der Longarm Quilting Maschine, und sie erwartete dadurch eine zunehmende Häufigkeit von Kollaborationen, bei denen die eine das Top näht und die andere das Quilten übernimmt.
2. Die deutlich Zunahme von Hand-Arbeit wie Sticken oder besondere Stich-Arten, die sich vom üblichen Quilten unterscheiden. Als Beispiel kann dazu Dorothy Caldwells „Meeting Place“ dienen:

Dorothy Caldwell, "Meeting Place", Detail

3. Sehr dichtes Maschinen-, das als dekoratives und strukturierendes Element eingesetzt wird, manchmal auch als „Stich-Malerei“ bezeichnet. Als Beispiel nannte Martha hier „Friesischer Himmel“ von Dirkje van der Horst-Beetsma:

Dirkje van der Horst-Beetsma, "Frisian Sky"

Detail von "Frisian Sky"

4. Verwendung von durchsichtigen Stoffen, die bei Überlappen Farbveränderungen und –mischungen hervorrufen. Die Ausstellung „Masters 2“ enthielt hierfür ein wunderbares Beispiel von Risë Nagin, die Installation „codex: mandala + cross“, in der der Schattenwurf der einzelnen, mit Abstand von der Wand befestigten Teile eine wesentliche Komponente der Wirkung darstellte:

Risë Nagin, „codex: mandala + cross“

5. Recycling und Wieder- bzw. Weiterverwertung von alten Kleidungsstücken.
6. Verwendung von ungewöhnlichen Materialien wie z.B. Käseleinen, Tüll, Plastiktüten, Deko-Stoffen, etc.
7. Zunahme der Verwendung von Foto-Transfer.
8. Verzierungen wie Perlen, Stickereien, Verwendung von „Embellisher“-Maschinen.
9. Manipulation von Stoff direkt auf der Oberfläche des Quilts.
10. Verstärkte Bemühungen um Erzielen eines dreidimensionalen Effekts.

Wenn ich mir diese „Trends“ so anschaue, sind mir zwei weitere aufgefallen, die hier nicht erwähnt werden – aber ob die jetzt unter die ersten zehn gehören oder eben „nur“ auf Platz 11 und 12 kommen, ist letztendlich egal. Deutlich zugenommen hat meiner Meinung nach der Hang zum Glitzer – sei es durch Metallic-Garne, Goldfarbe oder ähnliches. Und außerdem wird immer mehr geklebt.
Und dann folgt als nächster Schritt natürlich die kritische Betrachtung der eigenen Arbeitsweise. Longarm-Quilten käme für mich schon in Frage, wenn ich eine hätte, allerdings nicht in Form von „Quilten-Lassen durch andere“. Die Zunahme von Hand-Arbeit auf meinen eigenen Quilts ist eindeutig, die Kombination von Maschinenquilten mit Stickerei o.ä. finde ich auch für meine eigene Arbeit reizvoll. Das ganz dichte Maschinen-Sticken ist nichts, was ich mir für meine Arbeit vorstellen könnte, wenn ich auch die Arbeiten von z.B. Dirkje van der Horst-Beetsma wirklich bewundere. Durchsichtige Stoffe habe ich z.Zt. überhaupt keine in meinen Vorräten und kann sie deshalb auch nicht einsetzen. Recycling ist ja das ganz ursprüngliche Patchwork. Deshalb kommt es für mich eigentlich immer in Betracht, wenn ich es auch in letzter Zeit weniger angewendet habe, weil es für die Serien, an denen ich jetzt gearbeitet habe, nicht gepasst hat. Die Verwendung von ungewöhnlichen Materialien wird sicher in meiner Arbeit noch mehr eine Rolle spielen. Mit einem Plastikzaun habe ich ja schon mal angefangen. Foto-Transfer reizt mich gar nicht, auch eine Embellisher-Maschine werde ich mir sicher nicht zulegen. Das Manipulieren von Stoff auf der eigentlichen Quiltoberfläche und das Erreichen einer zusätzlichen Dreidimensionalität hingegen finde ich äußerst interessant und bin selbst gespannt, wie sich das noch bei mir zeigen wird.
Dieser Vortrag hat sich also nicht nur als eine kleine Inventur der Trends in der Quiltwelt entpuppt, sondern mir selbst auch einiges zum Nachdenken gegeben darüber, wie sich wohl meine eigene Arbeit weiterentwickeln wird.