Samstag, 16. Januar 2016

Wetter!

Wenn morgens der Schneepflug durch die Straßen rumpelt, fällt das Aufstehen danach immer sehr leicht. Nun ist es nicht so, dass ich Schwierigkeiten mit dem Aufstehen im allgemeinen hätte, als eindeutige 'Lerche' war das noch nie der Fall. Aber die Aussicht auf Schneefärben ist immer eine besondere Art des Sonnenaufgangs, selbst wenn es noch weiter schneit.
Das hat es zwar heute nicht lange getan, aber insgesamt war es wieder genug, um loszulegen.

Hier ist schon sehr viel 'durchgelaufen',
und mittlerweile steckt ein Teil schon in der Waschmaschine,
der Rest hängt zjm Abtropfen und evtl. Nachbehandlung noch auf der Lein
e
Vorgestern habe ich die Ausstellung im Optikergeschäft abgenommen - zusammengepackt ist ja immer schnell!


Ich bin gespannt, ob das Ehepaar, das sich für einen der Quilts interessiert hatte, aber erst noch die Wandgröße vermessen will, wenn das neue Sofa da ist, tatsächlich meldet!

Und dann hat mich irgendein Teufel geritten - ich habe  mich auf ein besonderes Wagnis eingelassen. Ich habe beschlossen, beim 'Baby Jane' der Patchworkgilde mitzumachen.


Nur Reste, meine handgefärbten natürlich.


Als das Buch kam, dachte ich zwar 'Ui, die Blocks sind ja wirklich klein!' Aber ich habe genug FreezerPaper, um auch kleinste Teile zu wuppen.



Und einen Bock habe ich schon fertig. Gut, der war jetzt auch wirklich nicht besonders schwierig.


Applikationsblöcke lasse ich vielleicht aus, mal sehen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Und jetzt?

Ich bin entsetzt und sprachlos über die Ereignisse in Köln. Und über das, was seitdem bei uns in den Medien und aus den Politikermündern tobt. 
Wer spricht überhaupt von den Tätern in Köln, die keine Asylbewerber sind? Wie kommt es, dass Bayern sich so vehement auf die Schultern klopft ob des angeblich abgewendeten Terroranschlags in München – wer sagt denn, dass das nicht auch solche Übergriffe in Masse sein sollten, statt des vermuteten Sprengstoffanschlags? Und wer rechnet auf, dass den Bayern das vielleicht auch nur möglich war, weil sie eben nicht den Mangel an Polizeipersonal haben, der in den anderen Bundesländern herrscht, nachdem jahrelang Personal abgebaut wurde, und außerdem viele Polizisten von den Ländern nach Bayern abgestellt sind, um dort die Einreise von Asylbewerbern zu stemmen? Auch in Bayern gab es etliche sexuelle Übergriffe ähnlicher Art, berichtete die Süddeutsche Zeitung, wenn auch nicht in dieser Zahl. 
Dann aber auch die Perfidie, mit der vorgegangen wurde. Wenn es in der arabischen Welt so wichtig ist, dass Frauen keinesfalls irgendetwas tun, um durch einen eventuell falschen Augenkontakt zu irgendeinem männlichen Wesen die Familienehre zu beschädigen, wie kann es dann sein, dass solche Mobs losziehen und es drauf anlegen, Frauenehre zu beeinträchtigen – denn wenn es jetzt eine arabisch-stämmige Frau wäre, die in diesem Fall bedrängt worden wäre, dann wäre die doch nach Maßstab der gekränkten Familienehre fällig, oder? Was ist das für eine Einstellung den Bewohnern eines Landes gegenüber, von dem man Schutz und eine wohlwollende Behandlung erwartet? 
Wie schwierig es ist, hier geltende Vorstellungen auch von den Verhältnissen der Geschlechter unter- und zueinander zu vermitteln, habe ich selbst schon im Herbst mitbekommen, als einer der Asylbewerber, die ich hier betreue, ein von mir vermitteltes Praktikum gemacht hat und dort äußerst unangenehm aufgefallen ist, weil er sich von den im Betrieb beschäftigten Frauen (und „sein“ Berufsbereich ist in Deutschland nun mal weitestgehend fest in Frauenhand) Anweisungen oder auch nur Einweisungen geben zu lassen. Derselbe ist aber auch einer, der sich eine deutsche Frau wünscht – und obwohl ich ihm schon mehrfach gesagt habe, dass er sich dafür noch einige andere Meinungen zulegen müsse, habe ich nicht den Eindruck, dass er da auch nur wenigstens erste Schritte in Sachen mentale Flexibilität getan hat. Vielleicht lässt er sich da von einer Frau eben auch nicht viel sagen, obwohl ich lange Zeit den Eindruck hatte, dass ich einen guten Draht zu ihm habe und er viel auf das hört, was ich mich ihm zu vermitteln bemüht habe.
Es fällt sehr schwer, jetzt überhaupt noch eine Meinung zu haben, die der ganzen Bandbreite der Situation auch nur einigermaßen gerecht wird. (Und ich habe bestimmt schon fünf verschiedene Entwürfe für diesen Post angefangen und dann wieder verworfen.) Deshalb habe ich beschlossen, dass ich hier auf dem Blog nichts mehr über die Flüchtlingsproblematik und die für mich daraus entstehenden Aufgaben – oder Zwangslagen? – schreiben werde. Es ist einfach zu unübersichtlich, ich kenne mich ja selbst nicht mehr aus!

Ohnehin habe ich ja nach meiner Rückkehr aus Neuseeland sehr darauf geachtet, mich mehr auf Quilts, Stoffe färben, jetzt die Longarm-Maschine (und meine Familie) zu konzentrieren und das Ausmaß meines Engagements zu reduzieren. Das ist mir auch bisher zu meiner Zufriedenheit gelungen, allerdings hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass diese Ereignisse und dieser öffentliche Meinungssturm so heftig auftreten könnten, und so die Desillusionierung, die bei mir im Laufe der letzten Monate in Bezug auf Integrierbarkeit und Machbarkeit eingetreten ist, nochmal wesentlich verstärken. Ich glaube nach wie vor, dass unser in der Verfassung verankertes Recht auf politisches Asyl, die Gleichberechtigung der Geschlechter, und die Meinungs- und Pressefreiheit die wichtigsten demokratischen Errungenschaften sind, die Deutschland zu bieten hat. Aber was jetzt abgeht, das kann wirklich Angst machen. Man fragt sich: ist es nun fünf vor oder doch schon fünf nach zwölf?


Sonntag, 3. Januar 2016

Erste Schneefärbung der Saison!

Passend zum heutigen Blockmuster auf dem immerwährenden Quiltblock-Kalender hat es heute nacht geschneit.




Mein syrischer Deutschschüler hatte mir zwar gestern gesagt, sein Computer kündigte an, dass es ab zwei Uhr nachts schneien würde - und trotzdem war ich überhaupt nicht darauf vorbereitet. Also hieß es erstmal Stoffe in Soda einweichen und aufhängen, während mein Sohn und sein übernachtender Freund eifrig die Auffahrt des Nachbarn räumten, damit ich den Schnee klauen konnte. Denn man muss die Gelegenheit nutzen, während es sie gibt, wer weiß, ob das nicht vielleicht der einzige Schneefall dieses Winters bleibt!





Ich hatte noch ein paar Stücke, die bei der letzten Schneefärbung entstanden waren, und die mir damals nicht gut genug waren. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mit denen anzufangen, zu drucken. Nun habe ich sie alle erstmal geteilt - ein Teil fürs Drucken, ein Teil für eine zweite Farbschicht per Schnee.



Morgen geht es dann weiter. Der Haufen, den die zwei zusammengeschoben haben, ist groß genug, dass es für morgen auch noch reicht, wenn die frisch eingeweichten Stoffe getrocknet sind, und die Farben sind schon angerührt.


Freitag, 1. Januar 2016

2016 - ?

Alles Gute zum Neuen Jahr!

Während der männliche Teil meiner Familie das Neujahrsspringen verfolgt, habe ich ein wenig an der Nähmaschine gesessen und meiner eigenen Geschichte mit dem Muster Jakobsleiter nachgesonnen. Das ist völlig blöd formuliert - aber mir fiel gerade nichts besseres ein.
(Ich habe ja schon mal einen Resteverwertungsquilt in dem Muster genäht, den man hier auf dem Bild vom Stand in Karlsruhe im nun vergangenen Jahr sieht, linke Seite:



Den habe ich vor Neuseeland in die Waschmaschine gesteckt, ohne daran zu denken, dass er ein Wollvlies enthält, das wurde also ziemlich gut gefiltz, das Ganze sah ziemlich katastrophenmäßig aus, ich habe die Lagen alle wieder auseinandergetrennt, jetzt wartet das Top auf Ergänzung, aber das ist eigentlich nicht, worüber ich hier schreibe...)
Beim 'Nachsinnen' habe ich zwei Blöcke an einem neuen Quilt mit dem Muster Jakobsleiter genäht, den ich mir vor langer Zeit mal in den Kopf gesetzt habe, den ich kurz vor Neuseeland - mit Schablonen in echter Handarbeit - endlich fertig zugeschnitten hatte, und von dem ich mir jetzt gerade einbilde, dass es doch schön wäre, wenn er bis zum Markt in Erding im März fertig wäre, um dann dort meinen Stand zu zieren. So versuche ich, immer mal wieder ein oder zwei Blöcke 'zwischenzuschieben', ganz gemütlich, ganz traditionell mit Stecknadeln etc.



Vermutlich meine Art der Meditation, denn wenn meine Männer Sport anschauen, gehe ich eigentlich lieber selbst irgendwie sportlich raus, was aber im Moment wegen des lädierten großen Zehs nicht geht. Worüber ich wirklich nachgedacht habe, war mein Engagement in der Flüchtlingsbetreuung. Via den Blog von Marion Caspers, 'neue' Regional-Repräsentantin der Patchworkgilde Deutschland für Niederbayern/Oberbayern, habe ich heute morgen einen Blogeintrag zu dem Thema gelesen, der mich sehr berührt hat. Und nach all den Erlebnissen mit den Flüchtlingen letztes Jahr, die mich sehr beschäftigt, aber leider auch sehr angestrengt haben, muss ich für mich selbst einen Modus finden, wie ich da weitermache. Einen Entschluss habe ich noch nicht gefasst.
Ohne hier allzuviel über diese Menschen  publik machen zu wollen, ist mir nach meiner Rückkehr aus Neuseeland deutlich geworden, dass unter den Syrern, mit denen ich zu tun habe, seit dem Zustrom im September eine ganz andere Stimmung herrscht. Die 'Neuen' kriegen viel schneller Anerkennungen, diejenigen, die schon länger hier sind, sich (teilweise!) Mühe gegeben haben, Deutsch zu lernen, warten meist immer noch. (Nur einer hat schon die Anerkennung gekriegt, vermutlich, weil er auch noch Kurde ist.) Das führt zu Frustrationen, die keine gute Stimmung machen. Einige haben sich abgekapselt, und es ist deutlich schwieriger geworden, an sie heranzukommen, allerdings muss ich auch sagen, dass ich mich mehr zurückgehalten habe und sehr darauf aufpasse, mich nicht wieder so mit Haut und Haar hinein ziehen zu lassen.
Nun ist München gestern abend offensichtlich nur haarscharf einem Anschlag entgangen - das sind 70 km von hier. Ich hatte nie vor, zu einer Silvesterfeier nach München zu fahren, aber wie leicht hätte es sein können, dann steht man vor einem geschlossenen S-Bahnhof und kommt nicht wieder nach Hause. Gewundert über solche Pläne habe ich mich nicht wirklich - mir scheint das S-Bahn-System in München schon seit langem ein sehr empfindlicher potentieller Zielpunkt zu sein. Immer wieder wundern muss ich mich aber über solche Hirne, die sich derart perfide Sachen ausdenken. Warum ist es nicht möglich, dass die Menschen in gegenseitigem Respekt und friedlich miteinander leben? Muss es wirklich diese Kriege geben, Auseinandersetzungen um den Glauben, Kampf um politische Überzeugungen? Ist die 'kriegerische Natur des Menschen' tatsächlich ein Naturgesetz? Oder wie könnte man plötzlich und unerwartet Frieden ausbrechen lassen, für alle Menschen genügend Wasser und Nahrung bereitstellen und lieber gemeinsam Musik machen, essen, Geschichten erzählen, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen? Wenn man dafür die Antwort wüsste, das wäre doch schön.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gut genug.

Ich habe es tatsächlich geschafft, meine Collagen, an denen ich neulich noch gewerkelt habe, fertig zu bekommen, gestern habe ich die letzten Stiche gemacht und die Fotos an Kathy geschickt. Sie sind nicht alle wirklich gut, aber es war ein guter Anreiz, um sich weiter intensiver mit dieser Technik auseinanderzusetzen.

Collage für Nóvember

Mein Mann hat wieder angefangen, von einem Stellenwechsel zu reden, und wenn der auch nicht in unmittelbarer Weise über uns hereinbrechen wird, so löst das doch immer wieder einen Aussortier-Reflex aus, weil es mir davor graust, alle die Dinge, die wir besitzen, wirklich komplett einpacken zu müssen! Dieses Gefühl ist diesmal noch verstärkt dadurch, dass ich in Australien bei meiner Freundin gesehen habe, mit wie wenig ‚Kram’ man auch leben kann, und so habe ich angefangen, auszusortieren. Eine ganze Kiste Bücher, die mit Quilten und Textil zu tun haben, werde ich in den nächsten Tagen auf booklooker.de anbieten (mein Profil läuft dort unter ‚book_book’).



Ich habe eine Ablehnung zweier Quilts bei der Ausschreibung von SAQA bekommen .... grummel ... aber auch schon die ersten Reaktionen auf das Jubiläums-Sonderangebot (gilt übrigens noch bis zum 9.1.2016!) Und Gedanken über die Jubiläumsfarbe, von denen die Neu-Abonnent-Innen und die bestehenden Abonnentinnen jeweils ein Stück bekommen werden, habe ich mir auch gemacht.

Als mein Sohn und ich Inventur für die Steuer gemacht haben, habe ich es fertiggebracht, mir mit einer der Rillen an einer der Plastikkisten zum Aufbewahren so blöd unter den großen Zehnagel zu hauen, dass ... Blut, am nächsten Tag Entzündung, jetzt sieht der Fuß so aus


und Schuhe anziehen ist etwas schwierig... Der Nagel ist noch dran, und weitere Details werde ich hier nicht ausbreiten, aber ich war doch sehr erleichtert, dass meine Wanderungen in Neuseeland hinter mir liegen, und nicht erst noch geplant sind! Mal sehen, wie lange sich das jetzt hinzieht. Gelegen kommt es mir natürlich nicht.

Und dann hatte ich mir noch vorgenommen, das Ende mit einem aufgeräumten Arbeitstisch zu beenden. Das war eine gewisse Herausforderung, und eine Zeitlang dachte ich, dieses Ziel könnte vielleicht nur erreicht werden, indem ich eine große Kiste hole und alles dareinschiebe, um dann aus dieser Kiste heraus schrittweise den Dingen einen Platz zuzuweisen. Aber obwohl der Tisch heute früh noch so aussah,


hat es dann noch einen erfreulichen Fortschritt gegeben, und mit dem jetzigen Zustand finde ich, dass der große Vorsatz gut genug erfüllt ist. (Vom Schreibtisch, der in einem anderen Zimmer steht, hatte ich ja nicht gesprochen!)



Während mein Sohn sich allmählich in den Silvesterabend kokelt


und schon genau herausgefunden hat, auf welchem Sender er wie oft ‚Dinner for One’ anschauen möchte, läuft das alte Jahr aus...


Ich wünsche allen, die dies lesen, alles Gute für 2016. Mögen sich alle Wünsche erfüllen, Probleme gar nicht erst einstellen und viele neue und interessante Möglichkeiten auftun!

Dienstag, 29. Dezember 2015

Zwischen den Jahren

Über die Weihnachtstage war hier so schönes Wetter, dass sogar ich mich überhaupt nicht beschweren konnte. Sonne, fast frühlingshaft warm - wir haben zweimal draußen auf der Terrasse gegrillt (allerdings drinnen gegessen), und obwohl ich ja sonst eher ein Weihnachtsmuffel bin, habe auch ich diese Tage genossen.



Morgens war zwar mal ein bisschen Reif auf alten Blütenköpfen im Garten


aber schon bald war es dann wieder so schön, dass ich ein Foto machen lassen konnte vom Schultertuch, das ich für eine Freundin gestrickt habe (Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk in einem, deshalb ist es nicht zu spät)


mit dem ich mich tatsächlich mal auf ravelry mit Anleitung präsentieren will. Auf die Idee bin ich eigentlich nur gekommen, weil mich jemand nach der Anleitung gefragt hat, die es natürlich, so wie ich stricke (nämlich nie nach Anleitung), noch nicht gibt, aber in den nächsten Tagen mal geschrieben werden kann.
Genäht habe ich an einem Resteverarbeitungsquilt, der mit einerseits ein bisschen weitere Übungsmöglichkeit an der Longarm geben soll, andererseits aber auch das Abschiedsgeschenk für einen Syrer werden wird, der als Erster aus der von mir betreuten Unterkunft die Anerkennung bekommen hat, und der, wenn seine Frau nachgekommen sein wird, zu Verwandten nach Kassel ziehen will - und den zu 'verlieren' mir wirklich leid tun wird, weil er einer der ganz netten ist, die zu integrieren kein Problem darstellt.

immer wieder gut für die Seele:
traditionelles Muster, einfach, zeitlos, Resteaufarbeitung
(hier stecken etliche Versuchsteile drin, die zu zerschneiden
überhaupt kein Problem dargestellt hat...)

Über die Feiertage habe ich immer wieder darüber nachgedacht, was im letzten Jahr gerade auf dem Gebiet der Flüchtlings-"Krise" (ich mag das Wort überhaupt nicht) alles so passiert ist. Vor Weihnachten war ja die Bundeskanzlerin vom Time Magazine zur Frau des Jahres gekürt worden, das dafür gemalte Bild war in der Zeitung abgedruckt, und in derselben Woche war auch das Bild mit dem Plüschwolf auf der Titelseite zu sehen gewesen:


Und ich muss sagen: auch wenn ich sie noch nie gewählt habe (und aus geo-politischen Gründen auch nie werde wählen können), so kann ich sie nur bewundern. Meines Erachtens hat sie im September genau das Richtige getan. Auch wenn danach so eine heftige Einreisewelle losgegangen ist, dass wir jetzt nicht so ganz wissen, wie man damit umgehen soll. Denn ganz ehrlich: was hätten wir denn sonst machen sollen? Die in Ungarn Festsitzenden dort einsperren? Den Rücken zeigen und sagen, das geht mich alles nichts an?
Dass damit die große Flucht erst losging, war vermutlich niemandem vorher klar. Und auch ich weiß keine einfache Lösung für die uns bevorstehende Aufgabe. Meine Meinung, wie Integration abzulaufen hätte, hat sich im Umgang mit den Flüchtlingen allerdings ganz klar herauskristallisiert - und jetzt muss ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass die Regierungspartei dieses Bundeslandes genau das, was ich als notwendig erachte, lautstark propagiert. Das ist jetzt ein Gefühl, das mit meiner Selbsteinschätzung eigentlich überhaupt nicht zu vereinbaren ist. Ich bin nicht mit der bayerischen Partei einer Meinung, jedenfalls bisher noch nie gewesen... wie ich damit umgehen soll, ist mir noch absolut nicht klar.
Am besten einfach hinter der Nähmaschine verkriechen und ein bisschen abwarten.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Jubiläumsangebot bei justcolours.de

Vor knapp 5 Jahren – im Januar 2011 – ist  das erste Mal eine ‚reguläre’ Sendung mit der ersten Kollektion für das Stoff-Abo für handgefärbte Stoffe verschickt worden. Das Schnupperangebot, das im November 2010 rausging, nicht mitgerechnet. 

die erste Kollektion für das Stoff-Abo, Januar 2011

Mittlerweile habe ich 33 verschiedene Kollektionen verschickt, es stehen ca. 12 bis 14 Kisten mit Meterware im Lager, die für Marktbesuche ins Auto geladen oder bei Online-Bestellungen geöffnet und durchsucht werden. Dieses Lager ist nicht gerade eine ideale ‚Geschäftssituation’, aber für das, was in meinem familiären Umfeld und meiner geografischen Situation machbar ist, habe ich so ziemlich das erreicht, was möglich ist. Es macht immer noch Spaß, auf Märkte zu fahren, ich hoffe, dass es auch wieder ein paar mehr werden. (Z.B. werden 2017 ja hoffentlich nicht wieder die Nadelwelt in Karlsruhe und die Patchworktage der Gilde auf dasselbe Wochenende fallen! Sonst wäre ich nämlich 2016 wieder bei der Gilde dabei, da aber diese Gleichzeitigkeit passiert ist, habe ich mich für das von mir aus nicht ganz so weit entfernte Karlsruhe entschieden.)
Und es macht immer noch Spaß, sich eine neue Kombination für die nächste Kollektion auszudenken. Noch haben sich keine Farben wiederholt, denn ich führe genau Buch über die Mischungen, und klebe immer Beispiele in ein Musterbuch, um den Überblick zu behalten.
Aus diesem besonderen Anlass habe ich mir nun ein Jubiläumsangebot ausgedacht. Es gilt für alle Neuanmeldungen zum Abo, die ab jetzt bis zum einschließlich 9.1.2016 bei mir eingehen:


  • Bestellen Sie ein reguläres Stoff-Abo (Bedingungen und ein Bestellformular finden Sie hier),
  • und Sie bekommen mit der ersten Lieferung ein Stück der Jubiläumsfarbe, die ich demnächst färben werde,
  • und ein weiteres Stück einer anderen Farbe von ca. 30 bis 40 cm gratis dazu.

Später eingehende Bestellungen können leider nicht mehr berücksichtigt werden, und für das Abo-‚light’ gilt das Angebot leider nicht.


Die Farben für Januar-Kollektion habe ich mir übrigens schon überlegt.