Die ersten Attacken von November-Blues habe ich schon heftigst bekämpft, teilweise durch das Arbeiten in Gelb. Das dritte Geschwisterchen der
Rot-Blau-Gelb-Gruppe, die ich schon in Ansätzen vorgestellt habe, nähert sich
allmählich der Vollendung, allerdings fehlen schon noch einige Kreise auf der
Oberfläche.
Diese drei Quilt 'en groupe' werden erstmals im Januar gemeinsam öffentlich zu
sehen sein. Während unserer Urlaubswoche im Südbadischen habe ich im Quiltstar
in Freiburg 100 Klappkarten abgegeben – denn demnächst werden diese als
Einladungen verschickt.
Am 23. Januar, 19.00 Uhr, eröffnet meine Ausstellung in der
Galerie Quiltstar, und ich freue mich sehr, dass ich dann schon wieder eine
Gelegenheit haben werde, in Freiburg vorbeizuschauen! Ein Lichtblick in diesen
Novembertagen.
Aber ich habe mir geschworen, dieses Jahr kein
Novembergejammere anzustimmen, zumindest nicht auf dem Blog, sondern diesen
Zustand zumindest im Netz totzuschweigen. Das könnte zwar auch bedeuten, dass
in dieser Phase ein paar weniger Posts erscheinen werden, aber ich hoffe doch,
dass mir immer mal wieder was begegnet, was berichtenswert ist.
Weiter eingekreist habe ich mich mit der nächsten Nummer in
der Serie „Shapes“, der Nr. 10. 49 Quadrate, in die jeweils zwei Kreise
eingesetzt werden, und für jeden Kreis muss ich zweimal drum herum nähen... da
kann einem schon schwindlig werden!
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Zweiter Kreisverkehr beim ersten Kreis |
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Zweiter Kreis beim Kreise einsetzen |
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Zwischenstadium |
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Nächstes Zwischenstadium |
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Noch ein nächstes Zwischenstadium |
Dieser Quilt wird auf jeden Fall bzw.
spätestens im Oktober in den Fagus Werken zu sehen sein. Für diese Ausstellung
muss ich noch einiges machen, denn das Thema ist ja „Inspiration Bauhaus“. (Da
die Fagus-Werke der erste große Auftrag des frischgebackenen Architekten Walter
Gropius waren, der später Leiter des Bauhauses wurde.) Aufgeteilt in
verschiedene Größen und Ausrichtungen (horizontal oder vertikal) hat jede von
uns dreien eine bestimmte Zahl von Wänden zu bestücken. Zwar hatte ich mit den
anderen beiden Teilnehmerinnen, Gabriele Weimer und Mary Schliestedt,
vereinbart, dass die großen Quilts aus den „Linienspielen“ evtl. noch als
Hintergrundreserve dienen können, wenn eine von uns vielleicht nicht ihr
Kontingent ganz erfüllen kann. Aber für mich selbst erhabe ich doch den
Anspruch, dass ich möglichst viele meiner Wände mit thematisch passenden Quilts
füllen möchte.
Außerdem habe ich noch ein Angebot bekommen, mit den großen
Quilts nach St. Petersburg zu fahren, was sich höchstwahrscheinlich zeitlich
mit der Ausstellung in den Fagus-Werken überschneiden würde. Allerdings weiß
ich hier noch nicht, ob das wirklich zustande kommt, eben wegen der zeitlichen
Schwierigkeiten – und auch ein wenig, weil ich große Transportschwierigkeiten
sehe. Ich habe größere Bedenken, die großen Quilts in Koffer zu quetschen. Das
tut ihnen sicherlich nicht gut. Von meinen politischen Bedenken ganz zu
schweigen, das ist also noch nicht entschieden.
Außerdem habe ich zwei Quilts zum Fotografen gebracht. Einer
ist Shapes 8, der blaue mittlere von der oben bereis erwähnten Dreiergruppe, inzwischen fertig.
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Shapes 8 (2013) |
Bei dem anderen handelt es sich um meine zweite Einreichung
für die T bis M, die allmählich fällig wird. Es war das erste Mal, dass ich
nach Erhalt des Bildes nochmals bei meinem Fotografen vorstellig geworden bin,
weil ich mit der Wirkung des Quilts auf dem Bild nicht zufrieden war. Er hat
noch einmal alles gegeben, und das zweite Ergebnis entspricht eher meinen
Erwartungen. Das hat mir allerdings gezeigt, dass dieser Quilt es auf dem Foto
sehr schwer hat, obwohl er eine – wie ich finde – tolle Wirkung hat, wenn man ihn an der Wand
sieht. Das haben auch schon ein paar Besucher betont, die ihn in unserem
Eingangsbereich gesehen haben. Aber das hat meine Hoffnungen deutlich
geschmälert – vermutlich wird er entweder viele Durchgänge bei Bewerbungen
brauchen oder wirklich nur ein Leben in meinen eigenen Ausstellungen führen,
die nicht durch Fotojurierung ausgewählt werden. Dass meine Hoffnungen gesunken
sind, ist gut. Dann kann die Enttäuschung nicht so groß werden. Allerdings ist es das letzte Mal, dass ich eine Teilnahme an der T bis M (mit einem modernen) Quilt versuche, sollte es dieses Mal auch nicht klappen.
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