Anfang des Jahres habe ich das erste Mal einen Online-Kurs
‚besucht’ – einen Workshop bei Lisa Call – und war mit meiner eigenen
Performance nicht wirklich zufrieden. Wenn ich zu Hause bleibe, fällt es mir
schwer, soviel andere Dinge zurückzustellen, wie es nötig wäre, um mich richtig
auf die Kursinhalte zu konzentrieren und die notwendige Arbeitszeit für die
Aufgaben zu haben. Eigentlich fahre ich lieber weg, lasse den Alltag hinter
mir, und dann kann ich mich richtig auf den Kurs, das Thema und meinen Einsatz
in dem Bereich konzentrieren.
Trotzdem habe ich mir einen zweiten Versuch verordnet –
diesmal allerdings nichts mit Nähen, Design, sondern den Online-Kurs der pixeladies: Fotobearbeitung. Ein bisschen Photoshop habe ich schon mal gemacht,
auch einen Kurs an der Frauencomputerschule in München besucht, die Basics
hatte ich also bereits drauf. Ich habe sogar einige der Aufgaben, die in Lisas Kurs gestellt wurden, mit photoshop gearbeitet, völlig unbeleckt war ich auf diesem Gebiet also nicht.
![]() |
Zwischenstadium eines Entwurfes im Kurs bei Lisa Call |
Die Begeisterung von Kathy Loomis, die hier nachzulesen ist, hat mich letztendlich angesteckt, denn ich wollte einfach noch ein paar mehr
Sachen wissen, als ich seit meinem Kurs in München bereits benutze. Vor allem
hat mich gereizt, dass Kathy gesagt hatte, der Kurs wäre wirklich auf
Quilter-Bedürfnisse zugeschnitten, das war der in München natürlich nicht.
Typisch Uta habe ich mir aber natürlich trotzdem wieder eine
besondere Falle gestellt – denn der Kurs der pixeladies ist für photoshop
elements, zwar auch ein Programm aus der photoshop-‚Familie’, aber eben nicht
die photoshop-Version, die ich besitze. Außerdem ist meine Version natürlich
auf Deutsch, die Kursversion auf Englisch. Aber nach vorheriger Nachfrage an
Kris Sazaki, die die Antwort brachte, mit meiner Version könnte ich gut
teilnehmen, habe ich den Sprung gewagt, und sogar gleich die Doppelpackung
gebucht: zwei aufeinander aufbauende Kurse.
Jetzt ist gerade die erste Drei-Wochen-Runde vorbei.
Ich bin momentan auch nur zwei Lektionen im Rückstand, dafür
und für das ‚final exam’ habe ich noch eine Woche Zeit, und dann ist ein
bisschen Pause, bevor es in den zweiten Teil geht.
Einige der Dinge, die wir in diesem ersten Teil gelernt
haben, kannte und konnte ich bereits, deshalb waren eigentlich die
Sprach-Schwierigkeiten, die wegen der manchmal etwas eigenwilligen
‚Übersetzungen’ der Photoshop-Begriffe auftreten, mehr das Problem, als die
Einarbeitung in die Fotobearbeitung. Ich wollte aber nicht das andere Programm
kaufen, weil ich eben schon Photoshop benutze, damit auch das Layout für den
Gemeindebrief erstelle, und einfach in diesem Programm weiterarbeiten wollte.
Ein Foto im Internet hochladen war eine der ersten Aufgaben,
dann kam aber gleich etwas, was ich noch nicht so gemacht hatte: ein verzerrtes
Bild begradigen. Da ich beim Fotografieren eigentlich immer darauf achte,
möglichst wenig Verzerrung zu haben, musste ich erstmal ein verzerrtes Bild
aufnehmen.
![]() |
Unser Wohnzimmerfenster, von der Terrasse aus gesehen, als ich telefonierend am Gartentisch (noch unten am Bildrand zu sehen) saß |
Außerdem haben wir gelernt, Wasserzeichen einzubauen,
Quiltlinien bzw. –muster auf dem Foto zu ‚testen’, aus Stoffabbildungen
Testbilder zusammenzuschneiden, um die Wirkung vorher abschätzen zu können,
ohne aber den Stoff zu zerschneiden. Farbveränderungen, um die Farbwahl zu
erleichtern, Aufhellen und Intensivieren der Fotos, Abstraktionen zu erstellen
(das hat gleich einen heftigen Planungsprozess für einen Quilt bei mir in Gang
gesetzt). Und die letzten zwei Lektionen – eine davon ‚Scharfstellen’ – fehlen
mir, wie gesagt, noch.
Ein wirklich interessanter Kurs, und ich bin sehr gespannt
auf die zweite Runde.
Die pixeladies kommen übrigens ‚in echt’ nach Ste.
Marie-aux-Mines, dort wird der Kurs vor Ort angeboten. Empfehlenswert! Um nicht
zu sagen: höchst empfehlenswert!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen