Ich bin leidenschaftliche, überzeugte und begeisterte
Handquilterin. Allerdings hat auch mein
Tag leider nur 24 Stunden, und das reicht nicht wirklich aus, um alle meine
Quilts von Hand zu quilten. Außerdem habe ich in den letzten Jahren, in denen
ich doch auch viele Quilts gesehen habe, eingesehen, dass es für modern
gestaltete Quilts durchaus angebracht sein kann, mit der Maschine gequiltet zu
werden, ich habe mich in dem Bereich also bekehren lassen. Also beschloss ich,
mich allmählich auch mit dem Maschinenquilten anzufreunden und vertraut zu
machen. Die ersten Versuche waren mühsam, weil es gleich mehrere sehr große
Quilts waren, mit denen ich in den Bereich eingestiegen bin, und zu dem
Zeitpunkt mit einer ganz normalen Haushaltsnähmaschine gearbeitet habe, und
mich erstmal auf den Obertransport beschränkte:
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Linienspiel X, von mir als Anfängerin maschinengequiltet, 203 x 188 cm |
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Linienspiel VIII, von mir als Anfängerin maschinengequiltet, 185 x 188 cm |
Für L VIII habe ich mich erst einmal für parallel
verlaufende gerade Quiltlinien entschieden, die m.E. aber sehr gut mit dem
Muster kontrastieren, und außerdem die farbliche Dreiteilung der Komposition
sozusagen als Echo aufgreifen. Bei L X habe ich verschiedene Bereiche des
Quilts in unterschiedlichen Mustern gequiltet (da auch schon mal ohne
Obertransport). Da kamen meine altgediente „kleine“ Bernina und ich gemeinsam
an unsere Grenzen! Weitere Quilts kleineren Ausmaßes folgten, hauptsächlich mit
parallel verlaufenden Quiltlinien, die ich eine Zeitlang für passend und
ausreichend hielt.
Erst nach einer Weile begann ich das Gefühl zu haben, dass
es so nicht auf Dauer weitergehen könnte. Immer nur parallele Linien wird ja
dann irgendwann langweilig. Und wenn ich versuchte, mit Obertransport noch
andere Möglichkeiten auszuprobieren, hatte im am Schluss immer mehr Fäden zu
vernähen, als ich eigentlich wollte.
Kurzfristig habe ich dann sogar mit dem Gedanken gespielt,
mir eine Longarm-Quilt-Maschine zuzulegen. Das scheiterte allerdings am
Platzproblem, denn nachdem klar wurde, dass mein Sohn irgendwann einen Raum für
sein Schlagzeug brauchen würde, war einfach nicht mehr erkennbar, wo in unserem
Haus noch eine Longarm-Maschine hätte hingestellt werden können. Außerdem
fehlte auch noch das nötige Kleingeld... So ist es dann erstmal eine Janome mit
größerem Durchlass geworden, die ich bei den Patchworktagen 2010 in Dortmund
mit Messerabatt plus zusätzlicher Workshop-Ermäßigung ziemlich spontan
erstanden habe.
Auch hier blieb es allerdings erstmal beim Echo-Quilten oder
geraden Linien, weil ich mit der Fadenspannung und anderen diversen
Schwierigkeiten beim Freihandquilten erstmal nicht so gut klargekommen bin.
Mittlerweile war sie dann aber – mit mir zusammen – einmal
auf Wellness-Trip, d.h. wir zwei sind einmal gemeinsam als Tagesausflug zum
Händler in den Bayerischen Wald gefahren. Dort wurde die Maschine neu eingestellt,
ich bekam eine etwas ausführlichere Einweisung, als das in Dortmund in der
Mittagspause am Stand möglich gewesen war, und außerdem habe ich eine zweite
Spulenkapsel erstanden, die speziell für das Freihandquilten mit einer anderen
Fadenspannung für den Unterfaden ausgerüstet ist.
Nach diesem Hardware-Motivationsschub habe ich dann
beschlossen, meine Maschinenquilt-Fähigkeiten intensiv auszubauen. So hatte ich
mir vorgenommen, möglichst regelmäßig zu üben. Kurz vor Weihnachten habe ich
damit auch angefangen, indem ich mich erstmal an den 365 Mustern von Leah Day orientieren will.
Demnächst mehr darüber, wie das ablief bzw abläuft...
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