Als mein Mann zwischen den Jahren einmal sagte „lass uns
doch heute abend nochmal genau durchsprechen, wann Du im nächsten Jahr genau
unterwegs bist“, rutschte mir erstmal das Herz in die Hose. Ich habe mich noch
immer nicht richtig daran gewöhnt, dass ich meine Termine nur festlegen kann,
wenn er seinen Terminkalender vor sich liegen hat, und unsere
Terminbesprechungen haben eine ganze Zeit lang immer wieder zu Spannungen
geführt. Obwohl er wirklich sehr bemüht ist, meine diversen Unterrichtswochenenden
in seinen Plan zu integrieren, bzw. sogar den Plan erst darum zu bauen, haben wir schon
manche Reibereien durchstehen müssen. Ich hatte ihm einen Termin genannt, er
seinen Kalender nicht vorliegen, aber ich wähnte mich, weil ich den Termin ja
mitgeteilt hatte, auf der sicheren Seite... Nun ja. Dieses Mal haben wir es
aber sehr gut geschafft, alle Termine, die ich ihm schon genannt hatte, waren
tatsächlich auch in seinem Kalender vermerkt, und der eine neue, der noch
dazukam, war kein Problem wegen Kollision mit irgendeinem seiner zahlreichen
Wochenendtermine, also alles im grünen Bereich.
Allerdings führte dieses Gespräch zu einer deftigen
Ernüchterung auf meiner Seite, bzw. zur deutlichen Erkenntnis dessen, was mir
schon lange geschwant hatte: ich habe mir für 2012 ziemlich viel vorgenommen!
Da ich erst letzte Woche meinen schönen neuen handgemachten
Kalender von Susanne Muuss bekommen habe, waren meine Terminplanungen für das
nächste Jahr bisher noch nirgendwo für mich definitiv eingetragen, und deshalb
erschien alles irgendwie noch nicht so ernst. Aber das ist es.
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Das waren die vorläufigen Planungs-Notizen, während ich auf meinen neuen Kalender wartete. |
Im
Frühjahr/Sommer sind mehrere Wochenenden mit Kursen belegt, unter anderem via Patchwork und Quilt, und bei der Nadelwelt in Karlsruhe, ich fahre zu den
Patchworktagen in Einbeck, wo ich mit einem Stand in der Markthalle vertreten
sein werde, und dann die geplante Reise nach Birmingham. Im Herbst dann noch ein Kurs bei Monika Schiwy, außerdem im Februar und Ende September am Petersberg... Vor allem aber muss
ich bis Mitte September noch etliche neue Quilts fertigstellen, denn in der
Einzelausstellung in Ste. Marie sollen nur noch nie öffentlich gezeigte Quilts
hängen. Das ist natürlich eine gute Forderung der Veranstalter aus Sicht des
Publikums – obwohl in dem Zusammenhang natürlich auch viele Leute vorbeikommen
werden, die vielleicht noch nie etwas von mir gesehen haben... Aber für die
Ausstellende ist es nicht unbedingt nur eine gute Bedingung: es entsteht ein enormer
Druck, in relativ kurzer Zeit viel zu produzieren, und irgendwie muss jetzt
einfach alles wirklich gut sein.
Aber irgendwie ist es dann auch wieder gut für mich: Bis
September wird mir jedenfalls nicht langweilig werden. Konzentriertes Arbeiten ist das Thema des Jahres. Und ausschlafen kann ich
wohl danach wieder richtig.
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