Der letzte Tag vor der Abfahrt für eine Ausstellung ist
alles andere als lustig. Erstens ist das Wetter sowas von trüb, das lässt sich
überhaupt nicht in Worten ausdrücken.
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Dieses Bild ist von gestern, punkt 12 Uhr, also dem hellsten Moment des Tages. Und heute sah es keinesfalls besser aus... |
Und zweitens gibt es noch soviel zu
tun... Am Morgen eine letzte Fuhre Waschmaschine für das Färben anstellen.
Später in den Trockner umschichten, und anschließend bügeln. Wenn ich
wiederkommen, wird geschnitten und verpackt:
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Sechs übereinandergestapelte Farben für die Kollektion Januar 2014... |
Dann alle Quilts nach Liste zusammensuchen – haben alle ihre
passenden Leisten? Für die neuen Quilts Leisten besorgen – der Zuschneider im
Baumarkt hat es doch tatsächlich geschafft, trotz meiner direkten Ansage „64
cm“ zehn Zentimeter kürzer abzuschneiden. Wenn es wenigstens zu lang gewesen
wäre... Jetzt habe ich einen Doppelsatz 54-cm-lange-Leisten vorrätig, und muss
mal einen Quilt machen, bei dem die zum Einsatz kommen können. Löcher bohren,
Kabelbinder einziehen, damit das Aufhängen morgen möglichst zügig über die
Bühne geht.
Plastikfolie zuschneiden, in dem die neuen Quilts eingepackt
werden können.
Die letzten drei Quilts noch schnell zum Fotografen schleppen,
damit offizielle Fotos vorliegen, für die Versicherung, es muss ja alles seine
Ordnung haben.
Einkaufen, damit die zwei zu Hause bleibenden Herren der Schöpfung nicht den
Eindruck haben, ich lasse sie verhungern, während ich weg bin. Anschließend
Mittagessen kochen – das wenigstens ist gelungen! Weil wir aus der Bio-Kiste,
die wir beziehen, noch einen Teil einer Sellerieknolle hatten – bisher wirklich
nicht mein Gemüsefavorit! – hatte ich mich in meinen diversen Kochbüchern auf
die Suche gemacht und eine „Apfel-Sellerie-Cremesuppe“ gefunden. Sehr lecker!
Meinen Sohn konnte ich zwar nicht überzeugen, aber der verfolgt sowieso seine
eigene Version der Trennkost.
Mein Sohn kam nach Hause und hatte spontan mit einem Freund
einen Nachmittagsbesuch ausgemacht, das musste noch endgültig arrangiert
werden, dann habe ich ihn hingebracht (keine Hausaufgaben, die Lehrerin war
krank). Die Gelegenheit habe ich noch genutzt, um bei der Linde
vorbeizuschauen.
Auch hier keine Sonne, nirgends. |
Weiter Quilts verpacken. Versuch, nach den Warnmeldungen von
sechzehn Millionen gehackten Datensätzen im Radio einen „Sciherheitstest“
anzuleiern, aber die Webseite war nicht zu erreichen. Paar E-Mails lesen und
schreiben. Kurz vor Ladenschluss das Paket abholen, für das eine Karte im
Postkasten gewesen war – die letzte Teillieferung meiner Fäden für den Quilt,
der seit ein paar Tagen fertig ist. Kind wieder abholen. Große Diskussion um
„ich will endlich auch mal einen Nintendo 3 DS, alle haben einen, nur ich kriege
nie etwas!“ Was soll man da sagen?
Soll ich jetzt noch die Quilts ins Auto räumen, oder lieber
erst morgen früh? Ich bin doch leicht müde...
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