Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal die Nadelwelt
Karlsruhe in der Schwarzwald- und Gartenhalle am Festplatz statt.
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Blick in die Halle mit den Quiltausstellungen |
Dieses Jahr
waren bereits wesentlich mehr Verkaufsstände dort, ich schätze, die
Verkaufs-Fläche ist im Vergleich zum Vorjahr ungefähr verdoppelt worden. Das
Angebot beschränkte sich nicht auf Patchwork allein, sondern war besonders in
den Bereichen Wolle/Strickwaren zahlreich vertreten, außerdem gab es Stände mit
Stickutensilien, natürlich wieder Knöpfe, Bücher, Bandweberei, und u.a.
Vorführungen von der Spitzengilde Deutschland, und der Handspinngilde. Von den
Verkaufsständen her muss ich sagen, dass ich von den Patchworkständen
eigentlich am wenigsten überzeugt war. Zuviele Stände bieten irgendwie alle das
Gleiche. Gut, die Stoffauswahl variiert ein kleines bisschen in Bezug auf die
angebotenen Firmen, aber beim Zubehör, was ja einen großen Teil des Angebotes
ausmacht, ging es dann um ein paar Cent Preisunterschied. Da sind mir die
spezialisierteren Stände - Heide Stoll-Webers handgefärbte Satinstoffe, Romy Bügers’Longarmquilting-Service und Quiltgarnangebot, oder SigridPöschl aus Wien – eindrücklicher im Gedächtnis geblieben
als viele andere. Bei Sigrid Pöschl am Stand wurde ich dann nochmal an die
Ausschreibung zur Ausstellung für Quilts aus handgefärbten Stoffen erinnert,
die ich zwar schon irgendwo mal gelesen, aber erstmal wieder vergessen hatte.
Da werde ich auf jeden Fall etwas einreichen:
Im Vergleich zum Vorjahr war allerdings das Angebot an
Ausstellungen m.E. weniger attraktiv. Während letztes Jahr ja zeitgleich noch
die Color Improvisations am Rondellplatz gezeigt wurde, waren die Ausstellungen
dieses Jahr auf die Schwarzwaldhalle beschränkt. Hier fand ich am
interessantesten die „Masterpieces“ von Ineke Poort. Leider habe ich sie nicht
angetroffen, weil sie in ihrem Kurs war, als ich durch die Ausstellungen ging.
Ich hätte sie gerne kennengelernt.
Gut gefallen haben mir auch noch die „Sichtweisen“ von
Gudrun Heinz.
Letztendlich war ich ja aber als Kursleiterin vor Ort. Mein
„IQ“ war ausgebucht, sogar eine Warteliste wurde geführt. Die 15
Teilnehmerinnen waren eine sehr nette Gruppe und mir hat der Kurs sehr viel
Spaß gemacht. Trotz der halligen Atmosphäre im Kursraum (abgeteilte Flächen im
Eingangsbereich des Konzerthauses) und ständig auf dem Steinboden quietschenden
Stuhlbeinen waren es zwei angenehme Tage.
Ich hatte den Kursablauf noch einmal ein wenig geändert und
eine Übung zu den halben Nähten eingebaut.
Erst danach ging es dann an die Ausarbeitung der eigenen
Entwürfe. Interessant war es wieder, zu sehen, wieviele in ihrem Charakter
völlig unterschiedliche inspirative Vorlagen mitgebracht wurden:
Geradezu spannend wird es, zu sehen, wie sich diese Vorlagen bereits in der Entwicklungsphase des Entwurfes verändern, in den allermeisten Fällen sind die Vorlagen dann nämlich nicht mehr zu erkennen oder zu erahnen. Zeitweise waren die Teilnehmerinnen an zwei
Overheadprojektoren gleichzeitig mit der Ausarbeitung des Entwurfes beschäftigt.
Es war ein wunderbares Kurswochenende, herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen!
Nebenbei auch noch entdeckt: ein Stück Guerilla Knitting am
Geländer des Tiefgaragenausgangs.
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