In meinem früheren Leben war ich „Anglistin“, habe aber
weitaus mehr Zeit meines Lebens in den USA verlebt als in Großbritannien. Auch
in Neuseeland war ich länger als auf der britischen Insel. Seit ich am Dienstag
in Birmingham gelandet bin, frage ich mich, warum das eigentlich so ist. Die
Leute hier sind so nett und freundlich, dass der Wohlfühlfaktor gleich in die
Höhe geschnellt ist.
Am Mittwoch war ich in Birmingham selbst, und gestern dann
im Kurs „Dye your own threads“ bei
Lisa Walton.
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Lisa Walton beim Abmessen von Fäden für das Färben |
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Meine selbstgefärbten Fäden mit etwas passendem Stoff im Hotelwaschbecken. |
Hier ein paar weitere Foto-Eindrücke.
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Afrikanische Stoffe im sehenswerten und kostenlosen Stadtmuseum |
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Farbstudien auf dem Markt |
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"Sonnenschein" in Birmingham |
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Gewinner des Wettbewerbs "Pictorial Quilts": Janneke de Vires-Bodzinga (NL), "Graceful Dance" |
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Immer wieder schön: Log Cabins von Brigitte Morgenroth, hier ein Detail aus "Tripolis" |
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"Linen Series" von Aina Muze in der Ausstellung Diversity in Europe |
Und England als das Land der Hüte: da bedauert man schon, kein Hutgesicht zu haben, bzw zu kurze Haare, um diese Konstruktionen, die Janie Lashford "Fascinators" (Aufmerksamkeitserreger) nennt, tragen zu können:

Und ohne das als einen Negativ-Kommentar über Amerika zu
meinen, war doch gleich bei meiner Ankunft ein deutlicher Unterschied zwischen
England und Amerika zu erkennen, als ich nach dem Weg zu meinem Hotel fragte.
Eine Freundin in Deutschland hatte mir gesagt, man können sogar zu Fuß vom
Terminal dahingelangen, also fragte ich bei der Information nach. Die Antwort war „Yes, you could walk
from here, but it is a bit of a distance.“ In Amerika hätte man mich vermutlich
angeschaut als ob ich vom Mars käme und gesagt “Oh no, that is much too far,
you can’t possibly walk from here...” Inzwischen bin ich die Strecke
mehrfach gegangen, und wenn man nicht gerade schwere Stoffballen mit sich
rumschleppt, ist es wirklich überhaupt kein Problem, sondern ein kleiner
Spaziergang durch einen kleinen Park und die Gänge der Messehallen.
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