Drei Tage war ich jeweils den ganzen Tag in den Hallen des
NEC (National Exhibition Center) in Birmingham unterwegs, bevor ich am
Sonntagmorgen ganz früh wieder den Flug zurück nach München genommen habe.
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Äußerst hilfreicher Lageplan des NEC. |
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Das Zeichen des Münchner Flughafens - hoffentlich noch lange ohne dritte Startbahn... |
Ich habe außer dem Kurs bei Lisa Walton, über den ich schon
hier kurz berichtet habe, noch einen dreistündigen Kurs „Design Essentials“ bei
Sandra Meech besucht. Dieser Kurs hätte meiner Meinung nach noch viel
länger dauern können, und ich werde nach Möglichkeit versuchen, mal eine
Gelegenheit zu erwischen, einen Mehrtageskurs bei Sandra zu belegen, da kann
man viel lernen.
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Sandra Meech beim Demonstrieren einer Aufgabe |
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Kleine Demo-Collage von Sandra, bestehend aus Papier und Fototransfer, übernäht |
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Designbeispiel von Sandra |
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Design-Übung mit einer zerschnittenen Postkarte, von mir |
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Design-Übung mit bemalten Papieren, von mir |
Außerdem habe ich meine Schicht als Aufsicht am SAQA-Stand mit der Ausstellung "Masters 2" absolviert, und drei interessante Vorträge angehört:
"Amish
Quilts – the Welsh Connection" von Dorothy Osler, "Top Ten
Trends in Art Quilting" von Marthy Sielman, und "Quilts in Israel" von Eti David.
Über den Vortrag von Martha Sielman werde ich in den
nächsten Tagen nochmal etwas ausführlicher schreiben. Der Vortrag& the Welsh Connection" ein höchst interessanter Einblick in das neu erschienene Buch von Dorothy Osler, The Amish & The Welsh Connection. Dorothy Osler ist Historikerin mit Schwerpunkt Quiltgeschichte und hat sich in
gründlichen Forschungen damit auseinandergesetzt, dass die Amish-Siedler, die
ja aus dem schweizerisch-süddeutschen Raum stammten, vor ihrer Auswanderung in
die USA keine Quilts hergestellt und verwendet haben, ab den 1850er Jahren aber
in zwei ganz eindeutig einzugrenzenden Gebieten in Pennsylvania plötzlich äußerst
bemerkenswerte Quilts anzufertigen begannen. Erstaunlicherweise ähneln diese Quilts
in vielen Aspekten einigen Waliser Quilts, die schon ein paar Jahre früher
entstanden sind. Dorothy Osler ist es gelungen, anhand von Ausreisegeschichte,
Bevölkerungsforschungen, und intensiven Quiltvergleichen die möglichen
Begegnungspunkte zwischen den beiden Gruppen zu finden. Diese liegen
tatsächlich in den Randgebieten der beiden Counties in Pennsylvania. Da
zwischen Walisern, die in vielen Bereichen des Landes religiösen Gruppen
angehörten, die die Erwachsenentaufe pflegten, wie es auch die Amish tun, eben auch religiöse Berührungspunkte möglich sind, geht Osler davon aus, dass die Kontakte zwischen den Bevölkerungsgruppen
vielfältig genug waren, um eine Beeinflussung auch im Quiltbereich anzunehmen.
Ein äußerst interessanter Vortrag! Zwar habe ich mir das Buch erstmal nicht
gekauft (weil ich auch an mein Fluggepäck gedacht habe), könnte mir aber gut
vorstellen, dass das einmal ein Punkt auf einem Wunschzettel werden könnte.
Im Vortrag Quilts in Israel hat Eti David die Quiltszene in
Israel anhand von vielen verschiedenen Aspekten vorgestellt, auch dies ein äußerst interessanter Vortrag.
Fotoimpressionen von den in den verschiedenen Ausstellungen
gezeigten Quilts folgen in ein paar Tagen.
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