Am vergangenen Wochenende habe ich zum ersten Mal meinen neu
entwickelten Kurs „Vom Hölzchen aufs Stöffchen – Neue Quilts nach alten
Parkettmustern“ unterrichtet. Dazu ging es mal wieder an den Petersberg, wo ich
seit mittlerweile 8 Jahren regelmäßig Kurse unterrichte und mich jedes Mal
wieder wohlfühle. Ein großer Kursraum mit ausreichend Tischen für alle
Teilnehmerinnen, wunderbare Zimmer (von denen man ja aber eigentlich viel zu
wenig hat, weil den ganzen Tag genäht wird), und der Rundum-Service:
Frühstücksbüffet, Salatbüffet und warmes Mittagessen, Kaffee und Kuchen, und
abends nochmal ein reichhaltiges Abendbüffet. Außer Teller abräumen muss man
sich im Bereich Haushalt/Verpflegung um nichts kümmern, und genäht werden kann
bis alle ins Bett fallen... das Paradies für solche Kurse!
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Großer heller Kursraum mit Blick auf Springbrunnen... |
Die Vorbereitungen für diesen Kurs haben sich lange
hingezogen – seit der ersten Idee dazu sind bereits einige Jahre vergangen, und
erst in den letzten eineinhalb Jahren habe ich mich ernsthaft daran gemacht,
die einzelnen Muster patchworktechnisch zu bearbeiten. Einige der Musterstücke
habe ich erst nach meiner Rückkehr aus dem Elsass genäht, und zugegebenermaßen
konnte ich neben diesen keinen fertigen Parkett-Quilt als Beispiel vorzeigen.
Die Teilnehmerinnen sind in in dieser Hinsicht nun also weiter als ich.
Eine kleine Panne – die Kopiervorlage für die Kursunterlagen
war aus unerfindlichen Gründen nicht angekommen, und deshalb waren keine Kopien
da, als ich ankam – konnte noch rechtzeitig behoben werden, und nach dem ersten
Abendessen ging es am Freitagabend gleich los.
Da auch Anfängerinnen angemeldet waren, hatte ich extra noch
zwei Anfängermuster vorbereitet, die allerdings keinerlei Beachtung fanden.
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Das Muster für Anfänger: einfache Streifentechnik |
Alle stürzten sich sofort auf das Einstiegsmuster für die Forgeschritteneren:
die Langriemen, an denen der ganze Trick (die halben Nähte!) geübt werden
konnte. Nach ein bisschen Sortier- und Denkarbeit hatten das dann auch alle gut
geschafft.
Anschließend ging es richtig los.
Zu meiner Überraschung wurden die Muster, die ich mühsam vorbereitet
und in den Unterlagen mehr oder weniger ausführlich beschrieben hatte, eher
links liegengelassen. Nur eine Teilnehmerin hat sich konsequent der Ausführung
des Musters „Versetzte Riemen“ gewidmet.
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Mit viel Geduld, Überblick behalten, und nach einigen halben Nähten: "Versetzte Riemen" |
Stattdessen stürzten sich die meisten auf dieses Muster, das
ich nur noch als eine Art Anhang zu den Unterlagen hinzugefügt hatte:
Und auch dieser Knoten fand zwei Liebhaberinnen, die dann
einige Zeit damit verbrachten, die geschickteste Methode der Konstruktion der
einzelnen Teile zu erarbeiten:
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Verschiedene Ansätze von Regine, und rechts oben das Muster für die ultimative Lösung! |
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Verschiedene Nähmethoden für dasselbe Muster: Y-Naht, und Regines Geistesblitz nebeneinander. |
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Ein Problem, mehrere Lösungen, und insgesamt vier Umsetzungen , die noch in ein Gesamtwerk zusammengefügt werden sollen. |
Alle diese Muster sind gut mir Rollschneider und Lineal zu
erarbeiten,denn der harte Kern der Teilnehmerinnen an den Petersberg-Kursen mag
keine Schablonen-Technik, und das hatte ich bei der Auswahl der vorgeschlagenen
Muster bereits berücksichtigt.
Insgesamt war das ein gelungenes Wochenende mit schönen
Ergebnissen. Der Kurs hat seine Feuertaufe bestanden, und ich habe noch ein
paar Anregungen erhalten, die bis zum nächsten Termin noch eingebaut werden können.
Zur Zeit ist „Vom Hölzchen aufs Stöffchen – neue Quilts aus
alten Parkettmustern“ noch zweimal geplant: im März in Alfeld (Niedersachsen) und nächstes Jahr im November in Assling. Informationen hierzu auf meiner
Homepage.
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