Seit Anfang Januar unterrichte ich einen Patchworkkurs für
Anfänger an der Volkshochschule Landshut. Jahrelang hatte ich ‚aus der Ferne’
(wir wohnen etwas über 20 km von Landshut entfernt) verfolgt, ob da mal ein
Kurs angeboten würde, weil ich ja niemandem aus dem Ort in die Quere kommen
wollte. Stattdessen habe ich mich auf die Kurse hier bei uns im Ort
konzentriert. Letztes Jahr habe ich einfach mal an der VHS angerufen und
angeboten, dass ich einen Kurs halten könnte, und die Fachbereichsleiterin war
sofort angetan.
Zwar gestaltete es sich etwas schwierig, einen passenden
Termin zu finden, weil der Nähraum der VHS mit den regulären Nähkursen ziemlich
ausgelastet ist. Deshalb hat der Kurs, der rein technisch im Wintersemester
2012/13 angekündigt war, erst begonnen, als bereits das Programm für das
Sommersemester 2013 vorlag und auch losging.
Aber er findet statt, und ist mit 7 angemeldeten
Teilnehmerinnen ausreichend gut angenommen worden, dass über eine Fortsetzung
des Angebotes im Herbst nachgedacht werden kann. Das wird dann sicherlich einer für Fortgeschrittene, der aber auch für Anfänger geeignet ist.
Es ist das erste Mal, dass ich einen Anfänger-Kurs in einen Nähraum
halte, so dass die Teilnehmerinnen keine eigene Maschinen mitbringen müssen, aber weil der
Kurs im wöchentlichen Abstand stattfindet, natürlich das Problem haben, dass
evtl. zu Hause angefertigte Teile wegen der möglicherweise unterschiedlichen
Füßchenbreiten nicht mit den Teilen zusammenpassen, die im Kursraum entstanden
sind. Kein großes Problem, aber doch eines, das berücksichtigt werden muss.
Aus diesem Grund hatte ich für den Abend, an dem die diagonal geteilten Quadrate auf dem Kursplan standen, sogar auch selbst meine
Nähmaschine mitgenommen.
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Schwer bepackt - da ist man um die Rollen am Koffer schon dankbar, selbst wenn die bei Schnee und auf Kopfsteinpflaster auch nur eine zweifelhafte Erleichterung darstellen... |
Mir war aufgefallen, dass ich jedesmal, wenn diese Einheit
dran ist und die sogenannten „Schnellen Dreiecke“ demonstriert werden mussten,
neue diagonal geteilte Dreiecke produzierte, die den Ordner füllten, aber
letztendlich zu nichts führten. Die Demo-Produktion eines Abends ist nicht
genug für irgendetwas, und weiter verfolgt als Projekt hatte ich das dann auch
nie (obwohl ich bei den den früheren Kurs-Abenden ja sogar immer meine eigene
Maschine dabeihatte).
Dieses Mal hatte ich beschlossen, nicht wieder diagonal
geteilte Dreiecke auf Halde zu produzieren. Und schon 10 Tage später ergab sich
sich die Gelegenheit, mit dem Projekt fortzufahren.
Nach der vergangengen Woche brauchte ich dringend etwas, um
die Stoff- und Nadelsucht zu befriedigen, ohne allerdings in große Überlegungen
verwickelt zu werden. Also habe ich noch ein paar weitere schnelle Dreiecke
genäht.
Bis jetzt sind es zwar nicht genügend viele, um daraus eine
Decke zu machen, wie es mir vorschwebt. Noch ist es also ein UFO. Das soll es
aber nicht lange bleiben, selbst wenn ich mich möglichst bald wieder an andere
Quilts machen möchte.
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Ca. 170 diagonal geteilte Quadrate, ausgehend von einer Quadratkantenlänge von 10 cm. |
Vielleicht spende ich nochmal ein Top für Bonnie Bucknam’s Guatemala Projekt. Oder überlege mir
etwas für die Flüchtlinge, die demnächst hier in der Gegend einquartiert werden
sollen.
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