Im vor-vergangenen Jahr erschien für längere Zeit das letzte
Datum auf dem Kalender, an dem Tag, Monat und Jahreszahl dieselbe Ziffer
nennen: 12.12.12.
Auf verschiedenen Blogs erschienen zwölf Fotos von zwölf
Dingen, und so auch auf
Kathy Loomis’ Blog. Ich kenne Kathy seit meinem Aufenthalt auf Nancy Crows Farm,
wo wir an benachbarten Tischen arbeiteten und uns allmählich anfreundeten. Über
unser gemeinsames Daily Mail Fotoprojekt von 2010/11 haben wir beide, Kathy
hier und ich
hier, auf unseren Blogs berichtet. Dieses Projekt
hat die vorher lockere Bekanntschaft auf eine interessante neue Ebene gebracht,
und wir sind meines Erachtens ein gutes Beispiel dafür, dass man sich auch über
das Internet sehr gut näher kennenlernen kann. Eine gemeinsame Woche am Strand
in North Carolina hat auch noch weiter dazu beigetragen. Deshalb fühle ich mich
auch so sicher, dass ich auf Kathys Blog Kommentare mit gewissem ironischen
Unterton hinterlassen kann. Als Kathys Blog-Post über die zwölf Zwölfer
erschien, habe ich mit (gemeint) spöttischem Unterton etwas über dreizehn und
das kommende Jahr Dreizehn geschrieben, und gedacht, damit hätte ich sie ein
kleines bisschen getriezt, ohne böse Absicht. Was macht Kathy? Greift die
Neckerei auf, dreht sie um, und verwandelt sie in einen Vorschlag für ein
weiteres Projekt: dreizehn Mal (alle vier Wochen am Dienstag) würden wir uns im
Jahr 2013 dreizehn Fotos von dreizehn Dingen schicken. Ganz schnell verwandelte
sich das ‚Schicken’ in einen privaten Blog, auf den wir beide unsere Fotos
hochgeladen haben.
Nun ist es gar nicht sooo einfach, dreizehn Dinge (einer
Art) zu finden, die in ein Bild passen. (Wer das nicht glaubt, kann es gerne selbst
einmal versuchen!) Deshalb gab es die Ausnahmeregel, dass pro Termin eines der
dreizehn Bilder durch eine „Serie“ ersetzt werden düfte. Unser Denken ist stark
auf 10er-Gruppierungen ausgerichtet, oder orientiert sich an dem Dutzend. Schon
die Menge „dreizehn Dinge“ zu erkennen ist nicht so leicht, das Auge muss sich
erst dran gewöhnen. Zehn lässt sich noch ungefähr schätzen, aber ob es nun
dreizehn oder fünfzehn sind, ist für das Auge viel schwieriger zu erfassen. Ich
war also das ganze Jahr 2013 ständig dabei, abzuzählen, ob es jetzt dreizehn
sein könnten, oder vielleicht doch nicht so viele, oder mehr...? Mein Mann und
mein Sohn fanden es mal wieder völlig plemplem, was ich da machte, konnten aber
nicht umhin, hin und wieder einen Hinweis zu geben, wenn ich mal eine
Gelegenheit nicht wahrgenommen hatte.
Und hier ein wenig Bonus – erstens hatte ich doch immer
mehr Fotos von Dreizehnergruppen, als ich für meine Posts benötigte, und
außerdem ist es nach einem Jahr auch nicht einfach, solch eine eingeübte
Gewohnheit so schnell wieder abzulegen. Die letzten zwei Fotos sind erst nach
Abschluss des Projektes, im Jahr 2014 entstanden.
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13 mal dreizehn Stecknadeln |
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13 Elefanten-Figürchen |
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13 Fläschchen |
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13 Bierfilze |
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13 entblößte Innenleben von Toilettenpapierrollen |
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13 Aschenbecher, die auf den Sommer warten |
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13 Flaschenböden, die zu Kunst verwandelt wurden |
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