In der vergangenen Woche hatten wir Besuch von Regine, und
das war ein guter Anlass, einen Besuch in Abensberg beim Turm der Kuchelbauer
Brauerei zu planen, den ich seit längerem schon gerne mal sehen wollte. Das
Besondere an diesem Turm ist die Tatsache, dass er ursprünglich noch von
Friedensreich Hundertwasser geplant wurde. kurz
bevor dieser verstarb. Allerdings durfte die ursprünglich anvisierte Höhe von
70m nach Einspruch des Denkmalschutzamtes oder irgendwelcher Bürokraten in der
bayerischen Gebäudegenehmigungsabteilung so nicht gebaut werden, und nach
jahrelangem Gezerre und Getue wurde schließlich eine verkleinerte Version
verwirklicht – nur noch 35 m hoch.
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Auch in verkleinerter Fassung schon von weitem sichtbar: der Kuchelbauer Turm. |
Ich erinnere mich noch gut an die regelmäßig
wiederkehrenden Zeitungsmeldungen über die neuesten Entwicklungen im
Abensberger Turmstreit, Einsprüche von Behördenseiten, erneute Bauanträge etc.
Bis dann endlich mal die Meldung kam „wird in verkleinerter Fassung gebaut“.
Die ganze Brauerei wird nun allmählich dem
Hundertwasser-Stil angeglichen,
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Der Bier-Pfad, der sich durch das gesamte Brauerei-Gebäude zieht. |
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Künstlerische Interpretation des Gärungsprozesses, im Stil von Hundertwasser |
Die Besichtigung des Turmes ist nur in Kombination mit einer
Führung durch die Brauerei zu buchen, und ich empfehle, eine Chef-Führung zu
buchen. Das Erlebnis ist dann mit der Person verknüpft, die diese vielen Jahre
darum gekämpft hat, diese Idee durchzuboxen und zu verwirklichen.
Nebenbei
erklärt er auch noch das Rätsel des berühmtesten Gemäldes der Welt, des
‚Letzten Abendmahles’ von Leonardo da Vinci.
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Replikation des Letzten Abendmahles in Originalgröße, in den Kellern der Brauerei |
Das Rätsel hat er viel besser und
überzeugender gelöst, als der amerikanische Bestsellerautor mit seinem
simplen Spannungsthriller. Sowohl über den Turm als auch über die Bilderrätsel
gibt es Bücher zu kaufen. (Wenn man wirklich etwas über das Bierbrauen erfahren
will, ist aber sicherlich eine andere Brauerei vorzuziehen. Hier kann ich
leider aufgrund mangelnder Erfahrung keinerlei Empfehlungen aussprechen.)
Natürlich ist das alles ein Vermarktungstrick allererster
Güte – denn obwohl Abensberg auf ersten Eindruck hin ein ganz nettes Städtchen
ist, in dem man vermutlich ganz gut leben kann, käme sicherlich kein
amerikanischer Tourist auf die Idee, gerade hier vorbeizuschauen.
Mit dem Turm sieht das – zumindest nach der Größe der Parkwiese zu schließen, neben der praktischerweise auch gleich ein Kuchelbauer-Biergarten liegt (Anfang März war der nun allerdings noch nicht geöffnet!) – offenbar schon anders aus. Der Vermarktungstrick ist gelungen – dafür gebührt dem Geschäftsführer der Brauerei hohe Anerkennung. Demnächst soll auch noch ein „Kunst-Haus“ eröffnet werden, in dem dann eine Dauerausstellung mit Druckgrafik und anderen Werken von Hundertwasser zugänglich sein wird.
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Platz vor dem Rathaus, die Faschingsrequisiten werden gerade noch aufgeräumt |
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Anfang März schon ein Storchenpaar auf dem Dach. |
Mit dem Turm sieht das – zumindest nach der Größe der Parkwiese zu schließen, neben der praktischerweise auch gleich ein Kuchelbauer-Biergarten liegt (Anfang März war der nun allerdings noch nicht geöffnet!) – offenbar schon anders aus. Der Vermarktungstrick ist gelungen – dafür gebührt dem Geschäftsführer der Brauerei hohe Anerkennung. Demnächst soll auch noch ein „Kunst-Haus“ eröffnet werden, in dem dann eine Dauerausstellung mit Druckgrafik und anderen Werken von Hundertwasser zugänglich sein wird.
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Noch im Bau: das Kunst-Haus im Stile Hundertwassers, das demnächst eine Dauerausstellung beherbergen soll. |
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