Direkt nach meiner Rückkehr aus Berlin bekam ich Besuch von
Kathy Loomis aus den USA, mit der ich ein paar wunderbare Tage verbracht habe.
Wir haben gemeinsam Pläne geschmiedet, Fotos gemacht, und leider war die Zeit natürlich
viel zu kurz.
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Kathy beim Fotografieren |
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"Found art" |
Da wir aber während der Tage ähnlich wie die bösen
Schwestern im Märchen die Beeren, die reifend an den Sträuchern danach riefen,
endlich gepflückt zu werden, ignorierten, hatte ich nach Kathys Abreise diese
Woche „Beerenwoche“.
Stachelbeeren. Weiße Johannisbeeren (denn zwei der Büsche,
die weiße sein sollten, sind tatsächlich weiß.) Rote Johannisbeeren. Schwarze
Johannisbeeren.
Und von allen nicht zu wenig.
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Die erste von 3 oder 4 Ladungen Stachelbeeren |
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Ganz frisch gekocht am allerbesten: Marmelade aus weißen Johannisbeeren (gilt aber für alle Marmeladen gleichermaßen) |
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Schwarze... |
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... und ein Teil der roten Ernte... |
Ich habe also täglich gepflückt. Aber doch immer in Maßen –
denn bei aller Liebe zu und allem Respekt vor den Beeren, man kann ja nur
soviele (Kilo) Johannisbeeren pro Tag ertragen.
Leider hat mein Mann vor kurzem den Verzehr von Marmelade
weitgehend eingestellt, so dass ich eigentlich nur noch deutlich weniger
Marmelade kochen muss, um uns (also mich, denn mein Sohn isst meistens ohnehin
das besonders vitamin- und eisenhaltige Schokoladenmus für aufs Brot) durch das
Jahr zu bringen. Aber verarbeitet werden müssen sie auch wenn sie keine
Marmelade werden sollen.
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Dampfentsafter im einmal jährlichen Großeinsatz |
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Für die rote Grütze im Winter ist vorgesorgt |
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Schwarze Johannisbeermarmelade, noch warm. |
Da bleibt dann eben nicht sehr viel Zeit für anderes.
Und
ich hatte genug Muße zu verdauen, dass ich nach dem Vermasseln mit dem Anmelden
fürs Elsass nun auch noch bei Wide Horizons IV abgelehnt wurde. Was zwar wenigstens
den Zählstand für die fertigen Quilts für Alfeld erhöht. Aber ... Dazu kam noch
der November-artige Himmel, zeitweise November-Temperaturen, (heute morgen trug
ich dieselben Pullover wie im November und bin gestern sogar mit Wollsocken ins
Bett gegangen!) Man könnte glatt einen November-Blues im Juli kriegen. Nur die
grünen Bäume ändern die Stimmung. Und die Tatsache, dass die Beerenbüsche jetzt
leer sind.
Heute nachmittag waren dann wenigstens die Temperaturen auch
wieder etwas gestiegen. Jetzt regnet es allerdings gerade.
Liebe Uta,
AntwortenLöschenwenn Du solch eine reichliche Beetenernte hast, dann könntest Du doch zu Deinen schönen Stoffen noch farblich passende Marmeladen anbieten - das stelle ich mir sehr appetitlich vor (Spaß!) - bei mir läuft im Sommer auch immer die Marmeladenherstellung auf Hochtouren.
Viel Elan weiterhin.
Viele Grüße
Erika Beetz
Hmm - daran hatte ich jetzt noch nicht gedacht. Sicherlich überlegenswert. Aber ich habe nur eine sehr gemischte Gläsersammlung, ich müsste für jedes Glas extra einen Preis ausrechnen - und ob man das bei Patchwork-/Stoffmärkten darf? Auf gezielte Anfrage könnte ich natürlich etwas aus meinen Vorräten abgeben. Aber im Moment sind es eben viele Saftflaschen geworden, und wir werden oft Rote Grütze essen. Ein Erbstück aus meiner eigentlich eher norddeutsch orientierten Herkunft, die sogar meinem fränkisch-bayerischen Mann schmackhaft geworden ist.
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