Freitag, 9. Juni 2017

Tradition bis Moderne eröffnet - Patchworktage in Fürth

Gestern habe ich den ganzen Tag in der Stadthalle Fürth verbracht. Meine Hauptaufgabe war es, die EQA-Ausstellung 'Greetings from...' aufzuhängen.


Und für nächstes Jahr weiß ich, wie es besser zu machen geht. Gestern allerdings hat mir das nicht viel genützt, mein rechter Zeigefinger ist an der Spitze völlig lädiert vom Hantieren mit den Nylonfäden, mit denen ich die Vorhangstangen verbunden habe. Und so richtig toll sieht es nicht aus, weil es einfach zuviele unterschiedlich angebrachte Tunnel, Größenabweichungen und Arrangements sind, aber nächstes Jahr...

Hier ist ein Blick in den Ausstellungsbereich der Stadthalle, deren Tore sich heute um 10 Uhr öffnen werden.


Abends wurde dann die T bis M offiziell eröffnet.



Ich selbst bin mit 4 Quilts in verschiedenen Ausstellungen vertreten. Das war mir aber auch erst gestern abend bei diesem Rundgang ganz klar geworden...

Dienstag, 6. Juni 2017

Auf dem Weg nach Fürth - Patchworktage 2017

Nach einigen Jahren 'Abstinenz' werde ich dieses Jahr wieder mit einem Stand bei den Patchworktagen vertreten sein.
Die Abstinenz war teilweise familiär begründet, weil die Patchworktage einige Male in den ersten Mai-Tagen stattfanden, und sich heftig mit dem Geburtstag meines Sohnes überschnitten. Bei einem Grundschüler, der noch Kindergeburtstag feiern muss, und das auch noch einigermaßen zeitnah, ist es einfach nicht so ganz gut, wenn die Mama am Geburtstag nicht da ist zum Kuchen backen.
Letztes Jahr dann die ungeschickte terminliche Überschneidung mit der Nadelwelt in Karlsruhe. Und ich hatte mich, wiederum aus familiären Gründen, für Karlsruhe entschieden, weil ich da (billiger) bei meinen Eltern übernachten kann, außerdem war die Fahrt aus Niederbayern nach Karlsruhe kürzer als nach Celle. Ich wäre aber zu gerne in Celle dabei gewesen...
Dieses Jahr nun bin ich natürlich auch als Internationale Repräsentantin wieder Gilde-verpflichtet, hatte mir aber auch sowieso vorgenommen, wieder bei den Patchworktagen dabei zu sein, bevor ich dieses Amt übernommen habe.
Das Auto ist - mit starker afrikanischer Hilfe - gepackt und steht wartend vor der Tür.




Vorher habe ich die afrikanische Hilfe auch noch etwas zweckentfremdet und zum Stoffwickeln eingesetzt, es gibt einige völlig neu gefärbte Farben.





Den Hallenplan habe ich mir ausgedruckt, und hier kann man sich schon mal orientieren: justcolours.de ist Stand Nr. 7, im folgenden Bild rot markiert.


Schauen Sie vorbei - es lohnt sich, denn es wird einige Sonderangebote geben.

Am Stand werde ich auch nochmal zeigen, wie das mit dem "Project 70273" gehen soll, über das in der letzten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der Patchworkgilde berichtet wurde. Inzwischen habe ich schon ein paar Blöcke zugeschickt bekommen und selbst auch einige hergestellt. Und heute sogar mit Jeanne geskypt. Als fototechnischen Beweis dafür, dass hier tatsächlich etwas läuft, hatte ich ihr gestern mal eine Art Probelegung per Foto geschickt, die kann ich hier auch zeigen:


Wir haben einiges besprochen und sind bereits in konkrete Planungen eingestiegen, wie das Projekt in Deutschland auf die Beine gestellt werden soll, und ich bin gespannt, ob auf den Patchworktagen auch Zulauf hierfür auftreten wird. Da trifft es sich gut, dass ich neulich mal eine Art Reise-Kit gepackt hatte, um unterwegs in der Lage zu sein, an Blöcken für dieses Projekt zu arbeiten. An dem konkreten Tag habe ich das Kit dann zwar nicht geöffnet und also auch nicht damit gearbeitet, aber es kommt jetzt mit nach Fürth. Da wird schon was gehen.

Mann und Kind sind aufgeräumt - der eine für ein paar Tage Erholungsurlaub in einer mittelgroßen bayerischen Stadt, der andere in einem Basketballcamp - und so kann es morgen losgehen!


Informationen über die Patchworktage finden Sie hier.
Die Homepage der Patchworkgilde lautet https://www.patchworkgilde.de/

Ich freue mich darauf, viele von Ihnen dort zu sehen!

Samstag, 3. Juni 2017

Stoff-Abo: Mai-Kollektion

Endlich ist es Sommer geworden, so dass ich in der vergangenen Woche die Schneide-Aktion für die Mai-Kollektion des Stoff-Abos wieder nach draußen auf die Terrasse verlegen konnte.


Diesmal war der Stoff rechtzeitig gekommen, und ich habe in den vergangenen zwei Wochen ziemlich entspannt die Färberei neben dem Schulunterricht durchführen können. Wenn kein Zeitdruck von außen ist, geht es alles auch schneller. An einem Tag habe ich vier Farben gemacht, zwei 'Schichten' zu je zwei Farben - nur das Waschen und Bügeln ist dann ein limitierender Faktor. Wir haben ja nur die eine Waschmaschine, und das dauert dann, bis jede Farbe durchgewaschen ist.

Ein Fehler ist mir bei den Fäden passiert - ich habe ein Set zu wenig gewickelt und dementsprechend auch zu wenig gefärbt... ABer so geht's im Leben. Ich hoffe, die Betroffene Abonnentin - die eine Ersatzleistung erhalten hat - nimmt es mir nicht übel.

Hier ist die Kollektion im Gesamtanblick:

Mai 2017: Stoff-Abo Kollektion

Nächste Woche geht es mit den Stoffen nach Fürth auf die Patchworktage der Patchworkgilde e.V.. Da wird es besondere Angebote geben. Kommen Sie am Stand vorbei.

Dienstag, 30. Mai 2017

Baby Jane Nebeneffekt



Über die Fortschritte meines Baby-Jane-Projektes darf ich hier auf dem Blog nicht wirklich berichten, damit den Artikeln im Mitgliedermagazin nicht vorgegriffen wird. Aber dass mich neulich in Karlsruhe jemand gefragt hat, was mich denn eigentlich geritten habe, als ich mich entschloss, das Projekt mitzumachen, das darf ich hier schon mal erwähnen. Und dass ich dann ganz zerknirscht zugegeben habe, dass ich das selbst auch nicht immer so richtig weiß, außerdem jetzt schon wieder brutal in Rückstand geraten bin... und die nächste Aufholjagd starten muss... das darf ich schon erwähnen. Aber das wird alles besser, ohne dass ich hier mehr darüber sagen will.
Und über den Fortschritt des als ‚Nebeneffekt‘ gestarteten Nine-Patch-Quilts darf ich hier schon berichten, weil er ja streng genommen nicht zum Baby Jane dazugehört.





 Der ist inzwischen nämlich fertig geworden.



Eine Zeitlang lag er dann sogar fertig genäht, aber noch ungequiltet rum, eine große Decke, die noch auf ihre Bestimmung wartete. Vor ca. vier Wochen dann auf einmal der Arbeitsschub, in kurzer Zeit war alles gequiltet, und auch der Rand ließ nicht lange auf sich warten.
Und nur wenige Tage nach der endgültigen Fertigstellung erklärte sich dann auch von selbst die Bestimmung des Quilts. Er ging an eine der Schülerinnen aus meiner Klasse, die einen besonderen Anlass feierte, völlig überraschend und unangekündigt. 


Deshalb war es sehr gut, dass der Quilt ein paar Tage zu früh fertig geworden war und geduldig seiner Bestimmung harrte.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Kreativität als Prinzip, üben...

Während ich auf die Entscheidung des Landratsamtes in Bezug auf die Arbeitserlaubniss für einige Mitglieder 'meiner' Klasse warte (für über die Hälfte ist alles in Ordnung, aber einige der Schüler bangen noch, und ich mit ihnen), ist das Stricktuch schon ein bisschen weiter gewachsen.

Außerdem habe ich meinen Beitrag für die alljährliche SAQA Benefit Auction auf den Weg gebracht:

Play of  Lines 40: Crossing the Red Line

Es ist eine Rückkehr zu der Serie Linienspiele, aber diesmal ist der Titel Englisch, erstens, weil das gute Stück in die USA geschickt wurde, und zweitens, weil im Englischen der Titel zweideutig ist. "To cross the line" ist ja das Überschreiten einer Linie, und in der Politik ist in den letzten Jahren in Bezug auf die Kriege in den verschiedenen Regionen im Nahen Osten immer wieder davon gesprochen worden. Hier sind aber auch 'crosses' über der roten Linie - diese Zweideutigkeit ist auf Deutsch leider nicht ausdrückbar.
Außerdem habe ich zwei Quilts für die Serie text messages fertiggestellt. Einen hatte ich vor zwei Jahren in Prag bei meiner Demonstration am Bernina-Stand angefangen und war eigentlich davon ausgegangen, dass der ab Juni mit der T bis M reisen würde, als Beitrag eines Jury-Mitgliedes. Da er aber nicht mit Foto im Katalog der Ausstellung vertreten ist, weil er zu dem Zeitpunkt, als die Fotos eingereicht werden mussten, noch nicht fotografierbar fertig war, habe ich mich mit Barbara Lange nun darauf geeinigt, dass der im Katalog abgebildete gezeigt wird. Wo ich den neuen zeigen oder einreichen werde, habe ich noch nicht entschieden, deshalb zeige ich jetzt erstmal noch kein Gesamtbild.

text messages 10: Hommage an Oskar Pastior, Detail

Der zweite jüngst fertiggestellte ist meine Einreichung für die SAQA-Ausschreibung "Made in Europe II", die ich als eine der letzten Aktivitäten als Co-Rep für SAQA noch mit auf den Weg gebracht habe. Auch hier erst nur ein Detail, da die Auswahl noch nicht stattgefunden hat.

text messages 12: Artikel 1

Bei diesem Quilt habe ich ein bisschen geschummelt - das Top ist ein Teil eines vor längerer Zeit während meines Aufenthalte bei Nancy Crow auf der Farm genähten Tops, das nie gequiltet wurde. Darauf habe ich den Text "Die Würde des Menschen ist unanantastbar" gestickt, in Variationen. Mein derzeitiges Thema...
Mit dem Rest des Tops werde ich auch noch etwas Weiterverarbeitendes anfangen. Auch das wird eine Fortsetzung der Linienspiele sein, denke ich, und eine weitere Idee schmort noch. Allerdings muss ich mich z.Zt. mühsam wieder in einen Modus versetzen, wo die Ideen sprudeln. Eine Zeitlang , bevor ich angefangen habe, zu unterrichten, war es ja so, dass mir ständig Ideen kamen. Jetzt ist das viel spärlicher, wenig Zeit, viele andere Dinge, die mich beschäftigen...

Aber spielerisch kreativ werden kann man auch im Kleinen. Als ich neulich ein neues T-Shirt fast ruiniert habe, weil ich wie bei allen T-Shirts als erstes das Schildchen entfernt habe, und dabei den Jersey verletzt habe, habe ich einfach eines meiner Nähmschinenmäuschen draufgesetzt. Nur an der Seitennaht, viel dabei gedacht habe ich mir erstmal nicht. Einer meiner Schüler meinte dann aber "Warum machst Du nicht mehr drauf?" - und ich fand, dass er eigentlich recht hatte. Jetzt ist das T-Shirt etwas anders.

Mäuschen als Aufpepper...

Ich habe viele Mäuschen dieser Art - vielleicht lassen sich noch andere Kleidungsstücke verändern. Zugegeben, die Idee war nicht wirklich meine. Und besonderes Aufsehen habe ich gestern damit auch nicht erregt, als ich das Shirt so zum ersten Mal getragen habe. Aber mir gefällt es. Und wenn sich Verwendungen für diese Mäuschen finden lassen, bin ich immer glücklich. Resteverwerterin bis zum letzten... Wie auch bei dem Quilt für die Benefit Auction. Der ist entstanden, weil es mich dauerte, auf der Longarm-Maschine so lange Fäden-Abschnitte zu haben und ich die erstmal alle aufgehoben habe. "Waste no Thread!" sollte er ursprünglich heißen. Aber das kann der nächste ja auch noch.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Kreativität als Prinzip



Ich arbeite ja gar nicht gerne nach irgendwelchen Anleitungen - vielleicht auch ein Grund, weshalb ich bisher nicht richtig ins Kleidung-Nähen eingestiegen bin. (Und ein Grund, weshalb ich gar nicht gerne Anleitungen schreibe, aber das ist ein anderes Thema.) Allerdings bin ich der Meinung, dass meine kreativen Abweichungen von Anleitungen zu durchaus interessanten Ergebnissen führen können. Vielleicht bin ich gerade mal wieder an so einer Sache dran, diesmal im Hobbybereich Stricken.
Ich habe ein ganz tolles Buch mit englischen Anleitungen,


aus denen ich mir eine ausgeguckt hatte, die wollte ich machen:


Natürlich mit dünnerer Wolle - das bedeutet Maschenzahl umrechnen, oder auf gut Glück drauflos stricken… Angefangen hatte ich schon vor einiger Zeit, und die ersten zwei Vorderteile waren zumindest in Teilen schon fertig.



Aber dann haben Bedenken eingesetzt, ich hatte keinen Drang mehr, das Teil als Jacke nach dieser Anleitung fertig zu stricken - und beschloss, es umzuwandeln, zu einem Schal . Der Entschluss kam noch bevor das zweite Vorderteil genau so weit gediehen war, wie das erste. Also konnte ich da schon anfangen, Veränderungen einzubauen. Die Farbfolge umdrehen ist eine, ein bisschen rot noch einbauen eine andere. Prompt stieg wieder die Lust, dieses Strickzeug in die Hand zu nehmen.
Jetzt bin ich gerade in einer Phase, die etwas Geduld erfordert: die zwei Teile noch miteinander zu verbinden ist eine etwas mühselige Angelegenheit. Danach kann dann wieder jedes einzelne  Teil angestrickt werden, aber zuerst muss die Verbindung hergestellt werden. 



Das Stricken beruhigt meine Nerven ein bisschen, während wir darauf warten, wie die Entscheidungen des Landratsamtes in Bezug auf die Arbeitserlaubnisse der Senegalesen in der Klasse ausfallen werden. Nächste Woche soll es so weit sein, und die Anspannung ist täglich greifbarer zu spüren. Da sind ein paar gestrickte Reihen eine willkommene Ablenkung.