Mein Mann ist schon seit einer Woche auf Fortbildung, und er
bleibt auch noch eine weitere Woche weg. Heute ist auch noch mein Sohn für fünf
Tage ins Schullandheim gefahren, und vor mir liegen Tage, die vollkommen
ungewohnt sind: nur mein Rhythmus, nur kochen wenn oder wann ich will,
Zeitungen, die herumliegen, wurden von mir nicht aufgeräumt...
Als die Lehrerin meines Sohnes Anfang des Schuljahres davon
sprach, im Juli mit der Klasse wegfahren zu wollen, fand ich das zwar etwas
früh (er ist ja erst in der zweiten Klasse), aber ganz kurzzeitig habe ich dann sogar überlegt, ob nicht ich während
der Zeit auch ein wenig ... Das Mutterherz hat es dann aber doch nicht
fertiggebracht. Zwar glaube ich nicht, dass irgendwelche emotionalen
Notsituationen entstehen, so dass ich ihn vorzeitig abholen müsste. Aber von
hier aus sind es knappe zwei Stunden Fahrt, und wäre ich weiter weg, wäre das
alles schon gar nicht mehr so einfach. Stattdessen habe ich mich nun auf diese
paar Tage ganz allein mit mir selbst eingestellt. Ich bin fest entschlossen,
viel zu arbeiten, mich nicht ablenken zu lassen und die Zeit gut zu nutzen.
Heute bin ich also erstmal mit dem Fahrrad zu meinem Arzttermin in Landshut gefahren. (Der Arzt hat mir viel Fahrradfahren 'verschrieben'.) Da
dauert schon die Hinfahrt alleine genauso lange, wie ich brauche, um hin- und
zurück zu fahren, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Auf dem Rückweg hatte
ich mir dann auch noch in den Kopf gesetzt, dass es vielleicht doch irgendwo
diesen kürzeren Weg durch den Wald geben müsste, mit dem man einen üblen
Berganstieg vermeiden und die Strecke abkürzen könnte. Den Weg gibt es nicht,
und die Bäuerin, die mich dann irgendwann – das Fahrrad schiebend - hinter
ihren Feldern auftauchen sah, hat nicht schlecht gestaunt.
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Es wäre einfach zu schön, wenn es hier einen Fahrradweg gäbe... |
Damit war also ein
großer Teil des Tages verbraucht. Kalt war mir bei dieser Sache bei 31 Grad im Schatten übrigens auch
nicht. Aber nach der Dusche habe ich eine Weile an dem blauen Geschwisterchen für
den roten Quilt von neulich weitergearbeitet, und mir außerdem, wie in letzter
Zeit öfter, noch einen der vorbereiteten Blocks meiner Jakobsleiter
vorgenommen. Ich überlege, ob ich den Quilt für einen wohltätigen Zweck, als
Fund-Raiser, spende. Aber dafür muss er erstmal fertig sein. Immerhin vollendet
sich allmählich die Zahl der Blöcke, dann zusammennähen, quilten...
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Immer noch ein UFO: Jakobsleiter bzw. Underground-Railroad |
Anschließend das Bügeln der vierten Farbe für die
Juli-Kollektion des Stoff-Abos, die ich Ende der Woche verschicken will, die
nächsten zwei Farben müssen morgen noch gefärbt werden. Dann E-Mail-Postfach
aufräumen bzw. auf Vordermann bringen, weil die Einladung für die Anfang August
stattfindende Ausstellung endlich verschickt werden soll.
Morgen vormittag Termin wegen einer Computerberatung,
spätnachmittags bin ich zu einer Cocktailparty eingeladen. Soll zwar nur zwei
Stunden dauern, danach sollen wir wieder gehen, aber ich kann mir nicht so
richtig vorstellen, dass anschließend noch Arbeiten möglich sein sollte. (Ich
war noch nie wirklich auf einer Cocktailparty, aber so, wie ich die Freundin
kenne, wird es schon nicht so wild werden.)
Mittwoch bin ich den ganzen Tag unterwegs, weil diverse
Termine in der Münchner Gegend anstehen. Donnerstag habe ich den ganzen Tag
noch nichts vor, und am Freitag kommt der Kleine mittags schon wieder zurück
und muss abgeholt werden. Ja, ich werde sicherlich gaaaanz viel arbeiten!
Liebe Uta, das ist der ganz normale Mutter-Wahnsinn. Gruß Manuela
AntwortenLöschenJa, ich weiß schon. Man fragt sich aber doch, warum der weitergeht, wenn das Kind nicht da ist... ;-))
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