Freitag, 6. April 2012

Maschinenquilten und ich: erster Bericht


Mein Motivationsschub zum Maschinenquilten, der kurz vor Weihnachten ganz deutlich spürbar war, ist mittlerweile durch verschiedene Phasen gegangen.
Die erste Phase der Totalbegeisterung bestand aus Überlegungen zur Systematik – sollte ich jeden Tag ein Muster üben, wie groß sollte das zu quiltende Übungsstück sein, würde ich darüber Buch führen... Des weiteren musste ich eine Entscheidung treffen bezüglich meiner Nähmaschinensituation. Um die Janome quiltbereit zu bekommen, muss sie leider immer wieder ‚umgebaut’ werden – die Spulenkapsel kann nur ausgewechselt werden, wenn man die Bodenplatte abschraubt, was irgendwie eine Hürde darstellt, der dem inneren Schweinehund ziemlich viel Standortvorteil verschafft. Wenn ich also nur 15 oder 20 Minuten pro Tag üben will, muss ich erst alle normalen Näheinstellungen umbauen, und danach dann wieder alles zurückbauen, wenn ich wieder ‚normal’ weiter nähen will.
Also habe ich eine Zeitlang überlegt, ob ich die Janome zur ausschließlichen Quiltmaschine ernennen sollte und die ältere Bernina als Näh-Maschine an anderer Ecke des Tisches aufbauen. Nur theoretisch eine gute Idee – mein Tisch ist nicht wirklich groß genug, um zwei Maschinen darauf stehen zu haben. Und die eine oder die andere Maschine für solche Aktionen aus- und wieder einzupacken ist ungefähr genau so nervig, wie die Janome umzubauen. Aber leider ist in meinem Zimmer nicht genug Platz, um  einen zweiten Nähtisch hinzustellen. Eine weitere Möglichkeit bestünde noch darin, ein kleines ‚Abstellregal’ unter oder neben dem Tisch einzubauen, wo die nicht benötigte Maschine einfach nur runter gestellt wird, aber auch dazu ist irgendwie nicht genug Platz.
Es kam schließlich zu der Entscheidung, „möglichst oft Übungsphasen einzulegen“, aber nicht mehr unbedingt auf der täglichen Viertelstunde zu bestehen. Oder diese so zu legen, dass eine am Abend kurz vor dem Zubettgehen stattfinden sollte, und die andere dann gleich als erstes am nächsten Morgen.
Das hat ein paar Tage ganz gut geklappt, und ich habe einige Übungsstücke mit verschiedenen Mustern gefüllt. Teilweise habe ich sie nummeriert, um sie Leas Mustern zuordnen zu können, über die ich mir auch in einer Tabelle Rechenschaft ablege.



Dazu gehören außerdem ein paar Notizen über Dinge, die mir beim Üben aufgefallen sind.

Aber ich habe schnell gemerkt, dass es für mich nicht sinnvoll ist, mit den kleinen 15-cm-Quadraten zu arbeiten, weil ich da einfach nicht genug in den Händen habe. Außerdem bringt mir das nicht das richtige ‚feeling’ für größere Quilts, denn wann werde ich schon mal 15-cm-Quilts arbeiten? Also habe ich angefangen, größere Stoffstücke in die kleineren Quadrate zu unterteilen. Jetzt kommen wenigstens alle die Vlies-Reste zum Einsatz, die ich über die Jahre hinweg aufgehoben habe.



So sollte es dann weitergehen, das war zumindest der Plan....

Kommentare:

  1. Liebe Uta
    Ich habe Deine Quilts bewundert, finde moderne Quilts sowieso immer aufregender.
    Ich habe Dich ueber Mags Ramsay's blog gefunden und war sehr interessiert, Deine Gedanken zwecks Naehmaschinen zu lesen - es koennten meine sein.
    Ich habe eine ur-uralte Bernina und eine noch-nicht-so alte Janome und eine neue Husqvarna Saphhire. Von letzterer habe ich mir grosses erhofft, da ich ende letzten Jahres endlich meine Panik vor dem maschinen-quilten verlor. Aber mit diese Husqvarna komme ich beim free-motion quilting gar nicht klar. Also zurueck zur Janome, die ich immer wieder zum Mechaniker bringen muss, und zuallerletzt zurueck zu meiner Bernina, die alles klaglos erledigt und den beiden anderen was zeigt.
    Es war nur einfach gut, zu lesen, dass auch solche Kuenstlerinnen wie Du dieselben Probleme haben.
    Alles Gute fuer die Zukunft.
    Ich entschuldige mich fuer mein etwas holpriges Deutsch. Bin schon seit 40 Jahren in England.

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  2. Liebe 'Unknown' - danke für die Komplimente. Auch mir tut es gut, zu hören, dass andere dieselben Probleme haben. Denn beim Nähmaschinenhändler wollen sie mir natürlich einreden, dass es an mir liegt, dass es nicht klappt! Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, aber da ich momentan noch gar nicht weiß, wie sie ausgehen wird, habe ich erstmal noch nicht weiter darüber berichtet...

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