Vor zwei Wochen fand der diesjährige Wochenendkurs am
Petersberg statt. Thema dieses Mal war die „Irische Kette“ in allen drei
Variationen – einfach, zweifach, dreifach. Als der Termin festgelegt wurde,
hatte ich erst einige Bedenken, denn das Programm für das Jahr 2014 wird erst
spät im November verschickt. Ich befürchtete, dass der Kurs nicht voll werden
würde. Zwar hatte ich früher schon Kurse im Februar gehabt, aber damals wurde
das Programm noch im Herbst verschickt und galt von September bis August des folgenden
Jahres. Es stellte sich aber heraus, dass meine Bedenken überflüssig waren, der
Kurs war ganz schnell ausgebucht, und da wir den Großen Saal kriegen konnten,
war es möglich, ein paar zusätzliche Teilnehmerinnen zuzulassen.
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Richtig schön viel Platz - der Große Saal am Petersberg |
Wieder haben wir alle das Salat-Buffet genossen, das einfach
nicht oft genug gepriesen werden kann.
Und dieses Mal war es eine ganz besonders nette Gruppe, die
sich zusammengefunden hatte. Einige altvertraute Gesichter, die teilweise schon
mit durchdachten Vorhaben kamen und sich gleich in die komplizierte dreifache
Irische Kette stürzten.
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Ina mit irischen Farben |
Aber auch sechs Neue, darunter meine bisher jüngste
Teilnehmerin, Elisabeth, 11 Jahre alt. Ein Patchkid aus der Patchworkgilde
Deutschland e.V., in Begleitung ihrer Mutter, die immer wieder auf genaues
Nähen achtete, hat Elisabeth mich mit ihrem genauen Nähen insbesondere am
ersten Tag beeindruckt. Am zweiten Tag hat die Fadenspannung ihrer Nähmaschine
ein wenig Ärger bereitet, aber sie hat sich bis zur geglückten Fertigstellung der zweifachen irischen Kette durchgebissen. Ich bin gespannt, was von ihr noch zu sehen sein wird!
Auch sonst schöne Versuche und Herantasten an dieses
traditionelle Muster, das gar nicht schwierig zu nähen ist. Nur eine genaue und
gerade Nahtzugabe sollte man einhalten.
Ich selbst habe ein Projekt angefangen, in dem ich einige
Afghanistan-Quadrate verarbeite, die ich in der Woche vorher in Freiburg bei
Pascale Goldenberg erstanden hatte. (Das Stickprojekt hat eine neue Webseite,
und Pascale würde sich freuen, wenn möglichst viele Interessierte beim neu
ausgeschriebenen Wettbewerb Forest For Ever mitmachen würden.)
Ich hatte bei Pascale ein ganzes Tuch mit 16 Stickquadraten
gesehen, die es mir sofort angetan haben, und diese sollten in das große
Mittelquadrat einer dreifachen Kette eingebaut werden. Zufälligerweise hatte
der Trägerstoff für diese Quadrate haargenau einen Farbton, der in der letzten
Stoff-Abo-Kollektion enthalten war. Und da beim Zuschneiden mehrere Reststücke
übriggeblieben waren, war es sehr praktisch, diese hier mitverarbeiten zu können.
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Das Buch als Sortierhilfe vor dem Zusammennähen der Streifen |
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Erste Versuchsanordnung, noch ohne Umrandung der Mittelquadrate |
Zu Hause habe ich bereits ein wenig weiter genäht, und
beschlossen, noch weitere Afghanistan-Quadrate, die schon länger an meiner
Pinnwand hängen und auf ihre Verwendung warten, ebenfalls mit einzubauen. Hier
hat der Trägerstoff eine andere Farbe, aber insgesamt wird das nicht auffallen.
So wird das Ganze auch gleich wieder viel größer. Ich kann einfach nicht
wirklich klein arbeiten...
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