Als ich im Juni/Juli in Falera auf dem Workshop bei NancyCrow war, habe ich einmal erwähnt, dass Heide Stoll-Weber mir ein paar Tipps
gegeben hat, was ich mit meinem einem Top noch hätte anfangen können (wenn ich
rechtzeitig daran gedacht und das alles vor dem Zusammennähen berücksichtigt
hätte).
Heide ist mir schon seit langen Jahren als Quilterin mit besonderen technischen Fertigkeiten
bekannt. Das erste Mal ist sie mir als solche im Sonderheft zu „Quilt Berlin –
Design und Patchwork Symposium 2001“ des Bergtor Verlages aufgefallen, in dem
sie ihre Technik zum Einsetzen von Stoffstücken, die sie in ihren
improvisierten Quilts verwendet, vorstellte. Dadurch werden Nähte vermieden –
aber sehr genaues Nähen ist nötig.
Dann ist Heide natürlich in der Quiltszene durch ihre
wunderschön gefärbten Stoffe bekannt. Zwar hatte ich mir das Färben schon
längst autodidaktisch selbst beigebracht, bevor ich im Jahr 2004 mal einen Kurs
bei ihr besuchte, aber gelernt habe ich bei ihr dann schon auch noch einiges!
In Falera erwies sich, dass Heide auch noch auf anderen
Ebenen technisch versiert ist. Sie war diejenige, die uns die Idee gab, wie wir
die zu niedrig geratenen Schneidetische direkt bei unserem Arbeitsplatz erhöhen
konnten:
![]() |
Gehört ab jetzt einfach ins Gepäck, wenn man auf einen Workshop fährt: hohe Dosen, mit denen man den Schneidetisch erhöhen kann. |
Außerdem war sie diejenige, die mit dem Hausmeister der
Halle so lange verhandelt hat, bis ein wirklich großer Schneidetisch im Gang
zur Verfügung stand, falls mal die Schneidematten am eigenen Tisch in der Länge
nicht mehr ausreichten:
![]() |
Tisch mit besonderer Auflage, der eine große Schneidfläche bietet |
Und sie hatte ein neues Werkzeug dabei, das sie immer und
immer wieder anpries, sie hätte dafür eigentlich mit Provision belohnt werden
müssen:
Und recht hat sie – es ist eine kleine Wundermaschine. Das
Stück nennt sich „Kopierrädchen“ und ist dasselbe Prinzip wie die
Kopierrädchen, die man vom Selbstschneidern kennt, wenn man mal
Schnittbogenmuster auf Schnittbogenpapier übertragen hat. Nur hat diese
Variante keine Zähnchen, hinterlässt eine Markierung, die durch einmal
dampfbügeln wieder zu eliminieren ist, und ist ein ganz phantastisches Werkzeug,
das meine Arbeitsweise beim Freien Schneiden mittlerweile völlig umgekrempelt
hat. Für diesen Tipp: Vielen Dank an Heide!
Am vergangenen Donnerstagabend ist eine gemeinsame
Ausstellung von Heide Stoll-Weber und Christine Brandstetter in der Quilt Star Galerie von Monika Schiwy in Freiburg eröffnet worden. (Quilt Star,
Basler Str. 61, 79100 Freiburg, Öffnungszeiten Mo 15 – 18, Di bis Fr 9:30 –
12:30 und 14:30 bis 18:30):
Ich freue mich schon jetzt darauf, sie Anfang
November, wenn ich mir einen zweitägigen Freiburg-Urlaub gönnen werde, zu
sehen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen