Nach einer Woche Familienurlaub sind wir seit Dienstag
zurück. Im Urlaub haben wir auch mal an einer indianischen
Schwitzhüttenzeremonie teilgenommen. Irgendwo zwischen Dampfbad und Sauna von
Temperaturen und Feuchtigkeit her angesiedelt, aber mit Impulsen zum
Nachdenken, Aussprechen in der Runde, die dementsprechend deutlich länger
dauert als ein Saunagang. Also seelische Reinigung ebenso wie körperliche. Alles in Dunkelheit, denn in der Schwitzhütte sieht
man nichts. Das alles verbunden mit Lagerfeuer, in dem die Steine erhitzt
werden. Schon ein Erlebnis!
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Am Lagerfeuer bei der Feuerwache eingeschlafenes Kind... Indianerurlaub pur! |
Ein Reinigungserlebnis der besonderen Art hat uns allerdings
nach unserer Heimkehr erwartet. Denn leider hat die Waschmaschine, die mich
seit knapp 19 Jahren begleitet, beschlossen, gerade diesen Zeitpunkt zu wählen,
um mit der ersten Nach-Urlaubswäsche ihren Geist aufzugeben. Mein Mann und ich
haben also in der Nacht mehrere Stunden lang den Keller trockengelegt, den
unkontrolliert durch die Maschine durchlaufendes Wasser ziemlich flächendeckend
geflutet hatte.
Da wir schon öfter mal Probleme mit eindringendem
Grundwasser hatten, sind wir mit Wassersauger und Trocknungsgeräten voll
ausgerüstet. Und passenderweise hatten wir die Trocknungsgeräte auch vor dem Urlaub wieder zurückbekommen, nachdem wir sie einer vom Hochwasser geschädigten
Bekannten über mehrere Wochen ausgeliehen hatten. Dass wir sie selbst so
schnell zum Einsatz bringen müssten, war allerdings nicht vorgesehen gewesen. Wenigstens
war das Wasser, da es ja praktisch direkt aus der Leitung kam, sauber.
Die fehlende Nachtruhe hat nicht gerade dazu beigetragen,
die Urlaubserholung in den Alltag rüberzuretten. Aber was soll’s. Wir können
uns glücklich schätzen, dass ich den Schaden 'rechtzeitig' bemerkt habe, bevor es so richtig
dolle schlimm wurde, immerhin konnten wir es noch zu zweit selbst beheben
und mussten nicht die Feuerwehr rufen.
Und nun haben wir also gestern nachmittag eine neue
Waschmaschine bekommen. Mit den höchsten Energie- und besten Wasserwerten, also
ökologisch gesehen „von Vorteil“. Wobei es mir nicht so ganz einleuchtet, dass
bei einer 19 Jahre alten Maschine, die bis vor einer Woche noch gute Dienste
geleistet hat, vom Experten nicht einmal mehr darüber nachgedacht wird,
überhaupt nachzuschauen, was kaputt sein könnte. Allerdings gebe ich zu, dass
mein Vertrauensverhältnis in die Maschine durch diese Flutung erheblich gestört
wurde. Bisherige Macken ihrerseits waren menschenverursacht – Münzen, die den
Abpumpvorgang blockierten, z.B., oder ein zugedrehter Wasserzulauf. Einen
gefluteten Keller verzeiht man da schon weniger leicht.
Glücklicherweise sind wir durch unsere früheren
Wasser-Keller-Erfahrungen insofern vorsichtig, dass diesmal außer vielen
Pappkartons – darunter aber mehrere Kartons, die hervorragend für den Versand
von größeren Quilts geeignet gewesen wären – kein größerer Schaden entstanden
ist. Auch meine Bügelmaschine ist vom Elektriker ‚freigesprochen’ worden. Das
wäre in der Tat ein schmerzlich gespürter Verlust gewesen!
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