Die Tage
beim AGM (Annual General Meeting, also der Jahreshauptversammlung) der
Britischen Gilde in Nottingham waren vollgepackt
und viel zu schnell vorbei.
Ich hatte das Glück, dass mein Kurs gleich am ersten Tag
stattfand, und ich danach dann völlig entspannt die besonders nette Atmosphäre
genießen konnte. Anders als bei der Parallelveranstaltung in Deutschland ist
das Jahrestreffen bei QGBI nur für Mitglieder, es ist also deutlich kleiner
angelegt. Diese ‚privatere’ Ausrichtung
macht sich aber auch bemerkbar. Die Teilnehmerinnen kennen sich besser,
viele kommen wirklich jedes Jahr und nutzen die Gelegenheit, andere Mitglieder
aus weit entfernt liegenden Landesteilen zu treffen, und insgesamt herrscht
eine warmherzige, sehr freundliche und auch für Neulinge offene Atmosphäre.
Angefangen wird mit einer zentralen Eröffnungsveranstaltung,
bei der – in Nottingham natürlich selbstverständlich! – wir von Robin Hood und seiner Lady Marian begrüßt wurden.
Anschließend habe ich mich in meinen Kursraum aufgemacht. Beim
Frühstück hatte mir die für die Raumeinteilung zuständige Gilli noch gesagt,
dass sie sich in letzter Minute entschlossen hatte, mir einen größeren Raum
zuzuteilen, wofür ich ihr immer noch dankbar bin. Es war nämlich auch so noch
ziemlich eng...
Der Kurs war eine auf einen Tag abgespeckte Version des „IQ
– von der Inspiration zum Quilt“. Das war ein gewagtes Experiment, denn der
Kurs ist ja ein dichter, intensiver Kurs, und ich war etwas nervös deswegen. Es
hat allerdings alles gut geklappt, die Gruppe war, glaube ich, zufrieden. Ich
hätte mir zwar gewünscht, dass sie doch deutlich mehr Zeit bekommen hätten,
auch an ihren eigenen mitgebrachten inspirativen Bildern zu arbeiten, um anhand
des eigenen Entwurfes zu merken, welche Relevanz die verschiedenen Schritte der
Entwicklung und Herstellung der Papierschablonen haben. Aber dazu bleibt bei
einem Tag wirklich nicht genug Zeit.
Obwohl ich abends völlig k.o. war, habe ich mich
entschlossen, zum Vortrag von Anja Townrow “From
Tulips to Triangles” zu gehen. Anja ist geborene Holländerin, die seit
vielen Jahren in England lebt, und der Vortrag bot eine Übersicht über ihre
Entwicklung als Quilterin, von ersten Quadraten und Tulpenblöcken zu einer
ausgefeilten Technik mit Freezing Paper. Anja verbindet exquisite Kurven mit
Foundation Piecing und Appliqué. Sie hat in ihrer Laufbahn bereits einige
Preise gewonnen, und die technische Perfektion, mit der sie arbeitet, ist
bewundernswert.
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Anja Townrow, Detail |
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