Zwischen der Jahreshauptversammlung der Britischen Gilde in Nottingham
und meiner weiteren Unterrichts-Station im Norden hatte ich ein paar Tage Zeit
zu überbrücken, bevor es dann weiter nach York ging, worüber ich schon berichtet habe. Über die Yahoo-Gruppe der Contemporary Group der Britischen
Gilde hatte ich Kontakt zu Gillian Travis bekommen (hier kann mann ihren Blog lesen), die mich freundlicherweise
eingeladen hatte, zwei Tage bei ihr und ihrer Familie zu übernachten. Sie wohnt
in der Nähe von Halifax, in einem umgebauten Fabrikgebäude. Der Großteil des
Gebäudes wird von der Firma ihres Mannes – Molkereizubehör – genutzt. Das folgende Bild ist zwar schon einmal auf dem Blog erschienen, aber jetzt weiß man dann, wo es herstammt.
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Milchdeckel für die immer noch vor der Haustür gelieferten Milchflaschen, hergestellt in Mike Travis' Firma |
Gillian hat
ihr Studio und Unterrichtsraum ebenerdig, und die Familie wohnt im oberen
Geschoss.
Ohne dass wir uns vorher besser gekannt hatten, konnten wir
die zwei Tage einen äußerst intensiven Austausch auf derselben Wellenlänge
pflegen. Sie hat sogar auf ihrem Blog darüber berichtet, und es könnte sein, dass aufgrund dieses Berichtes mein Bild in der Öffentlichkeit gefährdet wird. (Zur Erläuterung: diese Bier-probe im Pub diente lediglich dazu, dass ich ausprobieren sollte, von welchem Ale ich denn nun ein kleines Glas trinken wollte - die Reste hat dann Gillians Mann erledigt...) Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal war,
dass wir uns begegnet sind.
Per Bus bin ich am Dienstag nach Hebden Bridge gefahren, von
dort über einen äußerst steilen Fußweg nach Heptonstall gelangt. Heptonstall
ist einer der insgesamt drei Orte in England, wo sich ein aufgegebenes und ein
neues Kirchengebäude auf demselben Grundstück finden. Auf dem dortigen Neuen
Friedhof liegt Sylvia Plath begraben. Über deren Lyrik ich, obwohl ich einmal
Anglistik studiert habe, leider viel zu wenig weiß...
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Alte Kirche in Heptonstall |
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Grabstelle von Sylvia Plath |
Zurück unten im Tal in Hebden Bridge habe ich mir nicht nur
„tea with scones and clotted cream“ sondern auch ein bisschen shopping experience gegönnt. Und was
habe ich gekauft? Wolle und Knöpfe, sehr originell.
Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, an einem von Gillians
„Printing Days“ teilzunehmen und einiges von dem auszuprobieren, was sie mit
Acrylfarben auf Stoff anstellt.
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Gillian Travis in Aktion |
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Mit Acrylfarben bedruckt, nach dem Nähen! |
Eine faszinierende Alternative zu verdickten
Procion-Farben, wie ich es vor etlichen Jahren im Kurs bei Ann Johnston kennengelernt
hatte und seitdem immer wiederaufnehmen möchte. Und jedenfalls ein deutlicher
Motivations-Push, dieses Vorhaben endlich – wenn ich nach meiner Rückkehr nach Hause endlich wieder in die Gänge gekommen bin –
in Angriff zu nehmen.
Und vom westlichen Yorkshire aus ging es per Zug nach York, wo ich dann endlich das Quiltmuseum besuchen konnte. Morgen noch mehr über den restlichen Verlauf der Reise.
Und vom westlichen Yorkshire aus ging es per Zug nach York, wo ich dann endlich das Quiltmuseum besuchen konnte. Morgen noch mehr über den restlichen Verlauf der Reise.
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